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Veröffentlicht Mär 19, 2025 | Letztes Update Dec 17, 2025
Tausende Menschen mit einseitiger Taubheit (Single-Sided Deafness, SSD) hören dank ihrem Cochlea-Implantat (CI) wieder beidseitig. Eine wachsende Zahl an Studien bestätigt vielfältige positive Effekte des Cochlea-Implantats bei SSD – unter anderem auf Richtungshören, Tinnitus und Lebensqualität. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Erkenntnisse aktueller Studien, Reviews und Meta-Analysen für Sie zusammen.
Das Wichtigste in Kürze
Menschen mit einseitiger Taubheit haben im Vergleich zu Normalhörenden besondere Schwierigkeiten, Sprache in geräuschvoller Umgebung zu verstehen und Schallquellen zu lokalisieren. In der Vergangenheit wurde – aufgrund des normalen Hörvermögens mit dem anderen Ohr – häufig von einer technologischen Lösung für das betroffene Ohr abgesehen.
Mit zunehmender Klarheit darüber, welche Bürde einseitiger Hörverlust im Alltag sein kann, rückten zunächst CROS-Hörgeräte und Knochenleitungssysteme als therapeutische Optionen in den Fokus. Gerade in Bezug auf räumliches Hören und zum Beispiel das Lokalisieren einer Stimme an einem belebten Ort stoßen diese beiden Arten von Hörlösungen relativ bald an Grenzen.
„Das CI bewirkt bei Erwachsenen mit einseitiger Taubheit signifikante Verbesserungen in Sprachwahrnehmung, Tinnitusunterdrückung, Lokalisierungsvermögen und Lebensqualität.”
Oh et al., 2023
Demgegenüber bringen Cochlea-Implantate dank elektrischer Stimulation der Cochlea auf der gehörlosen Seite Personen mit SSD eine deutliche Verbesserung des Richtungshörens, des Sprachverstehens im Störschall und der allgemeinen Lebensqualität bei gleichzeitiger Reduktion von Tinnitus.[1][2][3]
Ein systematischer Review von 38 Studien mit insgesamt 499 einseitig ertaubten Erwachsenen zeigt, dass 34 dieser Studien eine statistisch signifikante Verbesserung der Sprachwahrnehmung nach der Implantation feststellen.[1]
„Fünf Studien hatten ausreichend Daten, um in die Metaanalyse miteingeschlossen zu werden. Es zeigte sich eine signifikante Verbesserung des Sprechverstehens von der prä- zur postoperativen Evaluierung.”[1]
Diese Ergebnisse bestätigen jene aus einem früheren systematischen Review:
„Durch das CI wurde das Spracherkennen mit dem betroffenen Ohr mit hoher Wahrscheinlichkeit (>75 bis 100 %) signifikant verbessert. Für das Sprachverstehen im Störschall wurde unter Zuhilfenahme des Cochlea-Implantats eine hohe Verbesserungswahrscheinlichkeit in den untersuchten Testanordnungen mit räumlich getrennten Zielsprechern und Störgeräuschen (S0Nnh, SciN0 und SciNnh) erhoben."
Dillon et al., 2022
Der Review konstatierte aber auch, dass die Wahrscheinlichkeit einer signifikanten Verbesserung der Sprachwahrnehmung im Störschall von den unterschiedlichen Testanordnungen der Studien abhängig war.[3]
Darüber hinaus kam eine der Studien zum Ergebnis, dass Sprachwahrnehmung und binaurales Hören sich bis mindestens 5 Jahre nach der Implantation weiter verbessern können.[4] Weitere Studien sind erforderlich, um die Zeitspanne zu bestätigen, innerhalb derer sich die Sprachwahrnehmung verbessert.
Eine Analyse von 21 Studien mit Tinnitus-Testungen bei 369 Personen zeigt eine statistisch signifikante mittlere Reduktion des Tinnitus nach der Implantation. Über alle Studien hinweg wird von einer deutlichen Verbesserung des Tinnitus mit dem CI berichtet.[1]
Zusätzlich zum statistisch signifikanten gemessenen Nutzen belegen die Studien einen klinisch relevanten, subjektiv durch die Patient*innen berichteten Nutzen. „Sieben Studien verfügten über ausreichend Daten für die Metaanalyse. Die einseitige CI-Versorgung war mit einer statistisch signifikanten Reduktion des Tinnitus assoziiert.“[1]
Dieser Befund deckt sich mit den Erkenntnissen eines früheren systematischen Reviews über 17 wissenschaftliche Veröffentlichungen:
„Durch das CI wurde die objektiv gemessene Schwere des Tinnitus mit hoher Wahrscheinlichkeit (>75 bis 100 %) signifikant verringert.“
Dillon et al., 2022
Hinsichtlich des Verbesserungszeitraums kam eine der Studien zu dem Schluss, dass die signifikante wahrgenommene Reduktion des Tinnitus sowie die kontinuierliche Steigerung der Lebensqualität durch die CI-Nutzung mindestens fünf Jahre lang fortdauerte.[5]
24 von 27 Studien (insgesamt 232 Erwachsene mit SSD), die sich mit dem Lokalisierungsvermögen befassten, zeigten eine signifikante Verbesserung durch die CI-Versorgung.[1] „Sieben Studien verfügten über ausreichend Daten für die Metaanalyse. Die einseitige CI-Versorgung war mit einer Verbesserung der Schalllokalisierung assoziiert.“[1]
Zum langfristigen Lokalisierungsvermögen erwachsener CI-Nutzer mit SSD gelangte die Analyse zu folgender Erkenntnis: „Die vorliegende Stichprobe belegt signifikante Verbesserungen im Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren nach der Implantation – mit größerer Exaktheit und Konsistenz in den Antwortmustern.”[6]
Die CI-Nutzer*innen bemerkten in Bezug auf die Schalllokalisierung eine Verbesserung, die sich über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren fortsetzte.
Diese Analyse umfasst 22 Studien, welche die Lebensqualität von insgesamt 422 Erwachsenen mit SSD erhoben. 21 dieser Studien stellten eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch das CI fest.[1]
„Acht Studien lieferten ausreichend Daten für die Metaanalyse. In der Gesamtbetrachtung zeigten die Studien eine Verbesserung … der Lebensqualität bei unilateraler CI-Versorgung.“[1] Die Resultate erwiesen sich als konsistent mit jenen eines weiteren systematischen Reviews unter Einschluss von 36 Studien zur CI-Nutzung von gesamt 796 Erwachsenen mit SSD.
„Das Cochlea-Implantat liefert konsistent Verbesserungen für das Sprachverstehen im Störschall, das Richtungshören, Tinnitus und die gefühlte Lebensqualität von Erwachsenen mit einseitiger Taubheit.“
Daher et al., 2023
Nutzen und Vorteile des Cochlea-Implantats für einseitig gehörlose Erwachsene sind hinlänglich belegt. Nichtsdestoweniger gilt es einige zentrale Aspekte zu berücksichtigen, wenn es um die CI-Versorgung von SSD-Patient*innen geht.
Der erste Aspekt betrifft die Dauer der einseitigen Taubheit. Eine Studie verglich die Sprachwahrnehmung von zwei Gruppen an postlingual ertaubten SSD-Patient*innen miteinander. Die Personen der einen Gruppe waren vor dem Implantationszeitpunkt länger als 10 Jahre einseitig ertaubt gewesen, jene der anderen Gruppe kürzer als 10 Jahre.
„Die weniger lang einseitig ertaubten Personen zeigten mit dem CI vergleichbare Resultate im Sprachverstehen wie die länger ertaubten. Eine lange Dauer der einseitigen Taubheit sollte daher kein Ausschlussgrund für eine CI-Versorgung sein.”
Nassiri et al., 2022
Diese Erkenntnis wird durch eine weitere Studie bestätigt. Sie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, dass für die Implantation bei erwachsenen SSD-Patient*innen eine lang andauernde Gehörlosigkeit „nicht automatisch als Kontraindikation angesehen werden sollte“.[7]
Wichtige Unterschiede gibt es allerdings zwischen angeborener und erworbener einseitiger Taubheit:
„Bei Erwachsenen mit angeborener einseitiger Taubheit sind zusätzliche Überlegungen angeraten. Die Kombination aus angeborener einseitiger Taubheit und deren langer Fortdauer kann das Ergebnis der CI-Versorgung limitieren.“
Dillon et al., 2022
Der zweite Aspekt betrifft sowohl die präoperativen Erwartungen der Kandidat*innen als auch deren Mitwirkung bei postoperativen Maßnahmen. Ausreichend Raum für Aufklärung, Beratung und das Management realistischer Erwartungshaltungen sind entscheidend. Aktives Hörtraining und eine möglichst lange tägliche Implantat-Nutzung sind ebenso Schlüsselfaktoren für das Hörresultat. Die Nutzungsgewohnheiten lassen sich von den betreuenden audiologischen Fachleuten mittels MAESTRO Datalogging beobachten.
Detaillierte Informationen und Empfehlungen zu Erwartungsmanagement und Hörrehabilitation speziell bei erwachsenen SSD-Patient*innen finden Sie unter anderem in den Richtlinien der American Cochlear Implant Alliance Task Force.[3]
Der dritte Aspekt betrifft interaurale Abweichungen bei binauraler Tonhöhenwahrnehmung.
„Für CI-Nutzer mit SSD spiegelt die interaurale örtliche Abweichung das Verhältnis zwischen Elektrodenplatzierung und akustischer Tonotopie der Cochlea wider. (...) Da bei SSD-CI-Versorgung die binaurale Wahrnehmung eine etwaige interaurale Diskrepanz nicht auszugleichen vermag, (...) ist in der Regel eine Anpassung der Frequenzzuweisung des Audioprozessors notwendig.“
Bernstein et al., 2021
Die Autoren gelangen zum Schluss, dass eine Neukonfiguration der Frequenzzuweisung basierend auf CT-Bildgebung, nicht auf interauraler Tonhöhe, die binaurale Hörverarbeitung und das räumliche Hören verbessern kann.
In den American Cochlear Implant Alliance Task Force Guidelines for Clinical Assessment and Management of Adult Cochlear Implantation for Single-Sided Deafness wird dieser Zugang ebenso empfohlen:
„Bei CI-Trägern mit SSD kann die Tonhöhendiskrepanz durch die Verwendung eines langen Elektrodenträgers reduziert werden, der sich der tonotopen Frequenz mit den Standard-Frequenzzuweisung annähert, und/oder durch die Zuweisung der CI-Filterfrequenzen für einzelne Elektrodenkontakte gemäß der Cochlea-Tonotopie. Eine Anpassung der CI-Frequenzzuweisung, damit sie der Frequenzverteilung in der Cochlea möglichst genau entspricht, kann zur frühen Gewöhnung an das CI (Dillon et al., 2019) und zur binauralen Integration (Wess et al., 2020) beitragen.“
Dillon et al., 2022
Die Methode, mit CI-Frequenzzuweisungen zu arbeiten, die der Cochlea-Tonotopie möglichst exakt entsprechen, ist Gegenstand intensiver Forschungen und entwickelt sich stetig weiter. Etliche Studien liefern bereits vielversprechende Resultate.
Eine dieser Studien konzentrierte sich auf postlingual einseitig ertaubte CI-Nutzer*innen:
„Erfahrene SSD-Patienten mit CI bevorzugten die anatomiebasierte Anpassung (anatomy-based fitting, ABF), die ihnen signifikante Verbesserungen für das binaurale Hören und die Sprachwahrnehmung brachte.“
Kurz et al., 2024
Einen möglichst genauen tonotopen Abgleich, also eine Übereinstimmung von Tonhöhe und Stimulationsort in der Cochlea, zu erreichen, ist machbar: Mit OTOPLAN und CT- oder einfach Röntgenbildern lässt sich die Elektrodenposition in der Cochlea ermitteln. Basierend auf diesen Informationen können Audiolog*innen die Frequenzen mit der MAESTRO Software anatomiebasiert zuteilen, damit jede Frequenz tonotop, also am Ort ihrer natürlichen Verarbeitung in der Cochlea, stimuliert wird.[11]
Der tonotope Abgleich sorgt für eine bessere interaurale Frequenzübereinstimmung – ungeachtet dessen, ob die Person am anderen Ohr normal hört, ein Hörgerät trägt oder ein zweites Cochlea-Implantat nutzt.
Für eine optimale Hörqualität ist es entscheidend, das akustische Hörgerät auf der gegenüberliegenden Seite zeitlich mit dem CI abzustimmen. Die MAESTRO Software bietet zu diesem Zweck die Funktion der bimodalen Synchronisation. Zuvor sollte das CI allerdings anatomiebasiert angepasst worden sein, um sicherzustellen, dass die frequenzspezifischen Verzögerungen mit der entsprechenden, tonotop abgeglichenen Stelle in der Cochlea korrelieren.
Mehr zur MAESTRO Software sowie zur Korrektur der Timing-Unterschiede von CI und Hörgerät mittels bimodaler Synchronisation finden Sie hier.
Und auch für CI-Nutzer*innen ohne Hörgerät am anderen Ohr bieten MED-EL Cochlea-Implantate den Vorteil möglichst natürlichen Hörens, indem sie das normale Hören in Frequenzkodierung und Timing auf einzigartige Weise nachahmen.[12]
„Ich möchte Menschen ermutigen, sich mit Musik und anderen Dingen zu beschäftigen, die ihnen Freude bereiten. Lasst euch nicht einschränken – weder durch die einseitige Taubheit noch durch andere Menschen oder euch selbst. Seht den Hörverlust und das Cochlea-Implantat als Chance!“
Veronika, MED-EL CI-Nutzerin
Ein MED-EL Cochlea-Implantat kann die Fähigkeit zu hören wiederherstellen, sodass Menschen mit einseitiger Taubheit viele Vorteile des binauralen Hörens erleben:
Die Kombination aus einzigartigen MED-Technologien, konsequenter CI-Nutzung und gezieltem Hörtraining kann für einseitig ertaubte Personen die Hörqualität deutlich verbessern, Tinnitus reduzieren und die Lebensqualität steigern. Auf unserer Webseite bieten wir jede Menge Information zu einseitiger Taubheit, die Sie gern mit Ihren Patient*innen teilen können.
Alles zur Indikation für Cochlea-Implantate bei einseitiger Taubheit finden Sie auf unserer Seite speziell für Fachleute.
Für detaillierte Infos zu unseren Cochlea-Implantaten kontaktieren Sie bitte Ihren MED-EL Ansprechpartner vor Ort.
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References
Oh, S. J., Mavrommatis, M. A., Fan, C. J., DiRisio, A. C., Villavisanis, D. F., Berson, E. R., Schwam, Z. G., Wanna, G. B., & Cosetti, M. K. (2023). Cochlear Implantation in Adults With Single‐Sided Deafness: A Systematic Review and Meta‐analysis. Otolaryngology–Head and Neck Surgery, 168(2), 131–142. https://doi.org/10.1177/01945998221083283
Daher, G. S., Kocharyan, A., Dillon, M. T., & Carlson, M. L. (2023). Cochlear Implantation Outcomes in Adults With Single-Sided Deafness: A Systematic Review and Meta-analysis. Otology & Neurotology, 44(4), 297–309. https://doi.org/10.1097/mao.0000000000003833
Dillon, M. T., Kocharyan, A., Daher, G. S., Carlson, M. L., Shapiro, W. H., Snapp, H. A., & Firszt, J. B. (2022). American Cochlear Implant Alliance Task Force Guidelines for Clinical Assessment and Management of Adult Cochlear Implantation for Single-Sided Deafness. Ear and Hearing, 43(6), 1605–1619. https://doi.org/10.1097/aud.0000000000001260
Thompson, N. J., Brown, K. D., Buss, E., Rooth, M. A., Richter, M. E., & Dillon, M. T. (2023). Long‐Term Binaural Hearing Improvements for Cochlear Implant Users with Asymmetric Hearing Loss. The Laryngoscope, 133(6), 1480–1485. https://doi.org/10.1002/lary.30368
Thompson, N. J., Lopez, E. M., Dillon, M. T., Rooth, M. A., Richter, M. E., Pillsbury, H. C., & Brown, K. D. (2023). Cochlear Implantation for Unilateral and Asymmetric Hearing Loss: Long‐Term Subjective Benefit. The Laryngoscope, 133(10), 2792–2797. https://doi.org/10.1002/lary.30608
Thompson, N. J., Dillon, M. T., Buss, E., Rooth, M. A., Richter, M. E., Pillsbury, H. C., & Brown, K. D. (2022). Long‐Term Improvement in Localization for Cochlear Implant Users with Single‐Sided Deafness. The Laryngoscope, 132(12), 2453–2458. https://doi.org/10.1002/lary.30065
Rader, T., Waleka, O. J., Strieth, S., Eichhorn, K. W. G., Bohnert, A., Koutsimpelas, D., Matthias, C., & Ernst, B. P. (2023). Hearing rehabilitation for unilateral deafness using a cochlear implant: the influence of the subjective duration of deafness on speech intelligibility. European Archives of Oto-Rhino-Laryngology, 280(2), 651–659. https://doi.org/10.1007/s00405-022-07531-3
Bernstein, J. G. W., Jensen, K. K., Stakhovskaya, O. A., Noble, J. H., Hoa, M., Kim, H. J., Shih, R., Kolberg, E., Cleary, M., & Goupell, M. J. (2021). Interaural Place-of-Stimulation Mismatch Estimates Using CT Scans and Binaural Perception, But Not Pitch, Are Consistent in Cochlear-Implant Users. The Journal of Neuroscience, 41(49), 10161–10178. https://doi.org/10.1523/jneurosci.0359-21.2021
Dillon, M. T., Buss, E., Rooth, M. A., King, E. R., Pillsbury, H. C., & Brown, K. D. (2019). Low-Frequency Pitch Perception in Cochlear Implant Recipients With Normal Hearing in the Contralateral Ear. Journal of Speech, Language, and Hearing Research : JSLHR, 62(8), 2860–2871. https://doi.org/10.1044/2019_jslhr-h-18-0409
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Kurz, A., Herrmann, D., Müller-Graff, F. T., Voelker, J., Hackenberg, S., & Rak, K. (2025). Anatomy-based fitting improves speech perception in noise for cochlear implant recipients with single-sided deafness. European Archives of Oto-Rhino-Laryngology, 282(1), 467-479. https://doi.org/10.1007/s00405-024-08984-4
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