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Heute widmen wir uns einem spannenden Fallbericht aus der umfassenden MED-EL Surgical Video Library. Die Rede ist von einer VIBRANT SOUNDBRIDGE Implantation bei einem Elfjährigen mit unilateralem Schallleitungshörverlust unter Einsatz des Stapes-SH-Couplers.
Unser heutiger Gastautor, der argentinische HNO-Chirurg Prof. Mario Zernotti, blickt auf fast vier Jahrzehnte Berufserfahrung zurück und zählt zu den führenden Experten in der Versorgung von Kindern mit Mikrotie und angeborener auraler Atresie – eine Malformation, die gerade in den Anden häufig vorkommt.
Nach mehreren unterschiedlichen Hörlösungen, die zu keinem nachhaltigen Erfolg geführt hatten, wurde ein 13-jähriger Spanier nun bilateral mit aktiven, transkutanen BONEBRIDGE Implantaten versorgt. Chirurgin Dr. Estefanía Berrocal und Chirurg Dr. Francisco Javier Aguilar erklären in unserem heutigen Fallbericht, welche Herausforderungen das Ersetzen eines alten Implantats mit sich bringt und warum das BONEBRIDGE Implantat die „erste Wahl bei Kindern“ ist.
Seit gut 5 Jahren kommt das implantations- und druckfreie ADHEAR Knochenleitungssystem bei Schalleitungsschwerhörigkeit und einseitiger Taubheit zum Einsatz. Es dient zur Behandlung von Mikrotie, Atresie, chronischen Mittelohrentzündungen u.v.m. Da ADHEAR implantationsfrei ist, können Kinder und Erwachsene, egal ob mit ein- oder beidseitigem Hörverlust, dieses Hörsystem jederzeit ausprobieren und erfahren im Idealfall eine deutliche Hörverbesserung binnen
Menschen mit angeborener Mikrotie-Atresie (Congenital Microtia-Atresia, CMA) haben Fehlbildungen der Ohrmuschel sowie des äußeren Gehörgangs. Häufig weisen zusätzlich Teile der Mittelohranatomie Malformationen auf. Die überwiegende Mehrheit der Kinder mit CMA sind von Geburt an von moderatem bis schwerwiegendem Schallleitungshörverlust betroffen. Dass dies die Sprach- und Sprechentwicklung sowie die schulische Leistung der Kinder beeinträchtigt, ist bekannt.