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Als führender Entwickler von Hörsystemen verfolgen wir bei MED-EL das Ziel, Hörverlust als Barriere für Kommunikation und Lebensqualität zu überwinden. Die große Auswahl an passiven Mittelohrimplantaten ergänzt unser umfassendes Produktportfolio, das Lösungen für jede Art von Hörverlust bietet. Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung mit Hörimplantaten zeichnen sich die passiven Mittelohrimplantate von MED-EL durch höchste Qualität, innovative Features und präzise individuelle Anpassmöglichkeiten aus.

Die Auswahl an flexibel einsetzbaren Implantaten umfasst Tympanoplastik-Partialprothesen, Tympanoplastik-Totalprothesen und Stapesplastik-Prothesen.

Passive Mittelohrimplantate

Praktisch, effizient, zuverlässig

Das gesamte Portfolio an passiven Mittelohrimplantaten richtet sich in Ausführung und Handhabung nach den neuesten Standards. 11 unterschiedliche anpassbare Modelle erlauben es, sowohl auf anatomische Gegebenheiten als auch auf chirurgische Präferenzen individuell einzugehen.

Alle Prothesen sind aus langlebigem, biokompatiblem Titan gefertigt, sehr leicht und extrem stabil. Das sorgt nicht nur für großartige Zuverlässigkeit, sondern zudem für eine optimale Klangleitung zum ovalen Fenster und Innenohr. Darüber hinaus ermöglichen unsere passiven Mittelohrimplantate rasche und sichere MRT-Untersuchungen – ohne zusätzliche Operationen oder Hörunterbrechungen und mit einer Feldstärke von bis zu 7,0 T.

MRT

Vorteile auf einen Blick:

  • Intraoperative Flexibilität dank biegbarer Kopfplatten und Schäfte
  • Gute Übersicht dank großzügiger Aussparungen in der Kopfplatte
  • Praktische Handhabung dank ausbalancierter Gewichtsverteilung
  • MRT-Tauglichkeit für Scans mit bis zu 7 Tesla

 

Passive Mittelohrimplantate mit einzigartigen Merkmalen

Drei der elf Implantate weisen ganz besondere, am Markt einzigartige, Features auf, die es verdienen, im Folgenden etwas genauer beschrieben und von führenden HNO-Chirurgen erläutert zu werden:

Die mXACT PRO Tympanoplastik-Prothesen (partial und total) lassen sich für eine exakte anatomische Abstimmung flexibel und stufenlos längenverstellen. Das Besondere: Die Längeneinstellung kann direkt in der Verpackung und ohne spezielle Tools vorgenommen werden. Der Schaft ist biegbar, die Glocke ist rotationsvariabel und lässt sich an der Kopfplatte ausrichten.

„Ich schätze den Klipp-Mechanismus der Kopfplatte zur Längenfixierung sehr. Ich kann die Länge für jeden Patienten individuell einstellen. (…) Die maximale Transparenz der Kopfplatte ermöglicht während des Eingriffs eine gute Sicht auf das Stapesköpfchen und die Fußplatte.“ – Prof. Robert Mlynski (Universitätsmedizin Rostock)

„An der Partialprothese gefällt mir der Kopplungsmechanismus zum Stapesköpfchen, der ein Kugelgelenk imitiert und so erlaubt, die Prothese sehr gut an die Mittelohranatomie anzupassen – ein Prozess, der sich auch über die Wundheilung fortsetzt.“ – Prof. Stefan Dazert (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum)

Die mCLIP ARC Partialprothese verfügt über eine kreisrunde Kopfplatte mit konzentrisch platziertem Kugelgelenk. In Kombination mit dem symmetrischen Klipp bewirkt dies ein ideales Gleichgewicht zwischen Stabilität und Beweglichkeit. Das Mikro-Kugelgelenk dient dazu, den quasistatischen Bewegungen des Trommelfells zu folgen und potenzielle Druckspitzen auszugleichen.

„Ich bin begeistert vom zentrierten Kugelgelenk zwischen Platte und Schaft. Dieses Gelenk balanciert wie auf einer Schaukel und passt sich den anatomischen Voraussetzungen des jeweiligen Patienten an. (…) Dadurch, dass die Kopfplatte weggeklappt werden kann, hat der Chirurg einen viel besseren Überblick und viel mehr Manipulationsfreiräume beim Aufklippen des Titanklipps auch in schwierigen anatomischen Situationen.

In den ersten Fällen, die ich beobachte, sind die Hörresultate sehr gut und vergleichbar mit rigiden Prothesen. Der Vorteil dieser Prothese wird sich im langfristigen Bereich abspielen – durch die Anpassung der Prothese an physiologische Bedingungen und Trommelfellstellungen wird es möglich sein, dass wir weniger Extrusion, Protrusion und Dislokation und damit auch sehr viel befriedigendere Hörresultate sehen werden. Wenn sich eine Prothese an das normale Mittelohr gut anpassen kann, dann wird auch die Spannung aus dem ganzen System genommen und das Ringband wird nicht so vorgespannt… und das ist ein sehr unterschätzter Schritt für den Erfolg der Hörrehabilitation.

Zusammenfassend ist das ein exzellentes Produkt und ein Schritt zu einer physiologischeren Rekonstruktion der Ossikelkette.“ – Prof. Dirk Beutner (Universitätsmedizin Göttingen)

SurgeryOnline mCLIP ARC Partialprothese (Prof. Joachim Hornung, Universitätsklinikum Erlangen):

Ossicular Chain Reconstruction & Stapes Surgery with Self-Retaining Prostheses | SurgeryONLINE – YouTube

Die mAXIS Stapesprothese hat eine besonders breite Bandschlaufe, um den Druck auf den Incus so weit wie möglich zu verringern. Die Perforationen unterstützen sanftes Crimpen während der Operation.

„In der der Stapeschirurgie bevorzuge ich persönlich die mAXIS Prothesen, weil sich die Titanschlinge sehr zart und trotzdem stabil an den langen Ambossfortsatz ankoppeln lässt.“ – Prof. Stefan Dazert (Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum)

SurgeryOnline mXACT PRO Partialprothese und mAXIS Stapesprothese (Prof. Stefan Dazert, Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Piotr Henryk Skarzynski, Institute of Physiology and Pathology of Hearing, World Hearing Center, Polen):

 

Indikation

Die passiven Mittelohrimplantate schließen eine Lücke in der Versorgung bestimmter Patientengruppen – durch diesen Zuwachs im Portfolio haben Kliniken mit MED-EL nun einen Partner für sämtliche Hörimplantate zur Seite, ungeachtet der Indikation bzw. Pathologie.

Tympanoplastik-Prothesen:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit aufgrund einer Störung der Ossikelkette (z. B. durch chronische Otitis media, Cholesteatom, Trauma oder Fehlbildungen)

Stapesprothesen:

  • Schallleitungsschwerhörigkeit aufgrund eines Defekts am Stapes (z. B. durch Otosklerose, angeborene Versteifung des Stapes, Trauma oder Fehlbildungen von Ossikelkette oder Mittelohr)

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