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Mit dem SYNCHRONY 2 dürfen wir Ihnen heute unser neuestes Cochlea-Implantat präsentieren. Möchte man es in aller Kürze beschreiben, könnte man Folgendes sagen: Wir haben unser fortschrittlichstes Implantat, das SYNCHRONY, in all seinen großartigen Eigenschaften beibehalten und um einige Weiterentwicklungen ergänzt, um das intuitive chirurgische Handling auf eine ganz neue Stufe zu stellen.

Um herauszufinden, welche Adaptionen im OP wirklich hilfreich sind, haben wir eng mit Chirurgen zusammengearbeitet. Ergebnis dieser Kooperation ist ein Implantat, das zahlreiche Vorteile wie eine einfachere chirurgische Planung, eine sichere Platzierung sowie ein optimales Handling der Elektrodenzuleitung in sich vereint – und dabei trotzdem noch immer das weltweit kleinste Titanimplantat auf dem Markt bleibt.

Augenscheinlichste Neuerung ist der zentrale Elektrodenausgang des SYNCHRONY 2. Vom SYNCHRONY Cochlea-Implantat übernommen wurden bewährte Features wie höchste MRT-Sicherheit, langfristige Stabilität und die Signalverarbeitung, die ein möglichst natürliches Hörempfinden liefert.

Aber sehen wir uns nun etwas genauer an, was das SYNCHRONY Implantat jetzt noch besser macht.

 

Intuitive Handhabung im OP

Nicht nur der Elektrodenausgang, sondern das gesamte Erscheinungsbild des SYNCHRONY 2 Implantats ist symmetrisch. Dieses Design erleichtert die OP-Planung, da nun immer derselbe chirurgische Zugang gewählt werden kann, ungeachtet dessen, auf welcher Seite das CI implantiert wird. Darüber hinaus eignet sich das symmetrische Implantat für eine Vielzahl unterschiedlicher chirurgischer Verfahren und Techniken, die heutzutage Anwendung finden.

Eine angenehme Handhabung wird auch durch die optimierte Elektrodenzuleitung – also jenen Teil des Implantats zwischen dem Elektronikgehäuse und dem eigentlichen Elektrodenträger – unterstützt. Die dünne Zuleitung lässt sich einfacher im knöchernen Kanal versenken, um insbesondere den Elektrodenträger langfristig vor möglichen äußeren Einwirkungen zu schützen.

Mir gefällt das neue Design des SYNCHRONY 2. Der zentrale Elektrodenausgang erleichtert die OP, ungeachtet der Seite, auf der implantiert wird. Die Eigenschaften der neuen Elektrodenzuleitung sind exzellent. Viel besser als vorher. Sie ist eindeutig ergonomischer und leicht in Position zu bringen.Prof. Dr. Javier GavilánIch schätze das Design und den zentralen Elektrodenausgang. So muss ich chirurgisch nichts anders machen, egal auf welcher Seite ich implantiere.Dr. Luis Lassaletta

Auf Grundlage weiteren Expertenfeedbacks haben wir den nicht in der Cochlea zu liegen kommenden Teil der Elektrode etwas verkürzt. So lässt er sich leichter im Mastoid verstauen. Der tatsächliche Elektrodenträger, der in der Cochlea zu liegen kommt, ist natürlich in bewährter Weise möglichst lang und flexibel, um die gesamte Cochlea und damit ein breites Frequenzspektrum bedienen zu können.

 

FLEX28 Electrode Array SYNCHRONY 2 Cochlear ImplantSYNCHRONY 2 verfügt über eine Farbmarkierung oberhalb des Elektrodenträgers, welche die Sichtbarkeit der Insertionstiefe während des Einführens der Elektrode erhöht.

Der Aufbau des SYNCHRONY 2 Implantats stützt sich auf das bewährte Titangehäuse. Dieses erlaubt ein sehr robustes und kompaktes Design – SYNCHRONY 2 ist das kleinste Titan-Cochlea-Implantat der Welt. Damit ist es ideal für minimalinvasive OP-Techniken geeignet.

SYNCHRONY 2 PIN Cochlear Implant

SYNCHRONY 2 ist auch als PIN Variante erhältlich, die sich mit 2 kleinen 1-mm-Löchern binnen Sekunden im Schläfenbein fixieren lässt. Die robusten Titan-Pins verankern das Implantat sicher und verhindern, dass dieses seitlich verrutschen oder sich drehen kann.

 

An der Natur orientiert

Unsere Philosophie besteht darin, mit unseren Implantaten dem natürlichen Hören so nahe wie möglich zu kommen. Aus diesem Grund setzen wir auf die Kombination aus atraumatischen Elektrodenträgern, der Stimulation der gesamten Cochlea und einer natürlichen Klangkodierung.

Um die sensiblen Nervenstrukturen zu schützen und sich zudem an die natürliche Form der Cochlea anzupassen, verfügen unsere Implantate über weiche, schmiegsame Elektroden.

Sehen wir uns zuerst unsere einzigartigen wellenförmigen Drähte im Inneren der Elektroden an. Sie ermöglichen, dass die Elektroden in alle Richtungen beweglich sind.

Die wellenförmigen Drähte sind aber nur ein Teil des Ganzen – erst in Kombination mit dem optimalen Elektrodenabstand, der Insertion durch das runde Fenster und der FLEX Tip Technologie können die Elektroden ihr volles Potenzial entfalten. Was das genau bedeutet? Die FLEX Elektroden von MED-EL sind die einzigen Elektrodenträger, die sich zuverlässig und zu 100% in der Scala tympani platzieren lassen. In diesem Punkt spielen unsere Elektroden seit Jahren in einer eigenen Liga.

Die zuverlässige Platzierung reicht uns allerdings noch nicht. Für die Klangqualität ist nämlich nicht nur wichtig, dass die Elektrode nicht aus der Scala tympani abweicht, sondern auch, dass sie die Cochlea möglichst in ihrer gesamten Länge abdeckt und damit stimuliert. Durch ihre außerordentliche Flexibilität und Länge können MED-EL Elektroden bis weit in die zweite Cochlea-Windung eingeführt werden. Dadurch lässt sich ein breiteres Frequenzspektrum stimulieren und somit ein natürlicherer Höreindruck erreichen. Beim natürlichen Hören wird schließlich die gesamte Cochlea genutzt, nicht nur der für die höheren Frequenzen zuständige, äußere Teil.

Wird mit einem CI nur die erste Cochlea-Windung elektrisch stimuliert, kann zwar ein gewisses Sprachverständnis erzielt werden – allerdings käme es so zu einer eklatanten Nichtübereinstimmung von Tonhöhe und Stimulationsort. Klänge würden sich also unnatürlich und verzerrt anhören.

MED-EL Elektroden reichen bis zu doppelt so weit in die Cochlea wie Elektroden anderer Hersteller. Decken sie beide Windungen der Cochlea ab, lassen sich optimale Hörresultate und Tonhöhenübereinstimmungen erzielen.

Dennoch ist die längste Elektrode nicht automatisch immer die beste. Was für eine Cochlea perfekt passt, kann für eine andere Cochlea zu kurz oder zu lang sein. Jede Cochlea ist anders – die Länge des Cochlea-Ductus kann in einem Ausmaß von bis zu 50% variieren. Deshalb bieten wir bei MED-EL eine breite Palette an unterschiedlichen Elektrodenlängen. Die FLEX Elektrodenträger reichen von 20 mm bis 31,5 mm.

Die MED-EL Elektroden sagen mir sehr zu. Sie sind einer der Gründe, warum ich MED-EL anderen Herstellern vorziehe. Die große Auswahl an Elektroden und das wunderbare Design der FLEX Elektroden sind entscheidende Faktoren, wenn ich eine Implantation plane. Ich mag lange Elektroden und sehe die Abdeckung der gesamten Cochlea als echtes Erfordernis für Patienten an, die ein CI erhalten.Prof. Dr. Javier Gavilán
Ich bevorzuge lange, gerade und dünne Elektroden. Meines Erachtens sind solche Elektroden viel besser in Bezug auf Atraumatizität.Dr. Luis Lassaletta  

Natürlich nutzt auch das SYNCHRONY 2 Implantat unsere ausgefeilte FineHearing Klangkodierungsstrategie. Die präzise zeitliche und örtliche Kodierung des Klangs orientiert sich an den natürlichen Verzögerungen und tonotopischen Eigenschaften des Gehörs.

Zusammengefasst liefern unsere einzigartigen MED-EL Technologien eine Klangqualität, mit der kein anderes Cochlea-Implantat mithalten kann.

 

Nachgewiesene MRT-Sicherheit

Wir wissen, dass 3 von 4 Menschen in den nächsten 10 Jahren eine MRT-Untersuchung benötigen werden. Und die Häufigkeit von MRT-Scans wird in Zukunft noch weiter steigen. Daher sollte es für ein zeitgemäßes, modernes Cochlea-Implantat Standard sein, auch hochauflösenden MRTs mit 3 Tesla Magnetfeldstärke problemlos standzuhalten.

SYNCHRONY war 2014 das weltweit erste Cochlea-Implantat, das sichere MRT-Scans mit 3 T ermöglichte. Es verfügt über einen revolutionären Magneten, der frei rotieren kann und sich so in seinem Titangehäuse gemäß dem Magnetfeld des MRT-Geräts ausrichtet, um dessen Kräfte auszugleichen und ein Drehmoment mit all seinen unangenehmen Folgen für den Patienten zu verhindern.

Die MRT-Tauglichkeit des Magneten ist ein weiterer entscheidender Faktor in unserer täglichen Arbeit. Wir haben viele Patienten mit Verletzungen der Schädelbasis, die postoperativ engmaschige Kontrollen im MRT benötigen. Diese Patienten zu scannen, ohne den Implantatmagneten jedes Mal entfernen zu müssen, ist ein großer Vorteil. MRT-Sicherheit ist in der Praxis äußerst wichtig.Prof. Dr. Javier Gavilán

Mit mehr als 5 Jahren Erfahrung in zahlreichen Kliniken auf der ganzen Welt können wir voller Überzeugung sagen, dass der SYNCHRONY Magnet erwiesenermaßen sichere und beschwerdefreie MRT-Scans mit 3 Tesla ermöglicht – weder ist das Entfernen des Magneten vor dem Scan erforderlich, noch bedarf es sonstiger spezieller Vorkehrungen wie z.B. des Anlegens eines Kopfverbands.

 

Wie sieht es nun aber damit aus, wenn MRT-Scans des Gehirns gemacht werden müssen? Stört der Magnet die Bildgebung? In den meisten Fällen nicht. Doch auch für den seltenen Fall, dass Artefakte das MRT-Resultat beeinträchtigen, bietet der SYNCHRONY Magnet eine rasche Lösung. Für Scans der unmittelbar an das Implantat angrenzenden Hirnareale lässt sich der Magnet des Cochlea-Implantats ganz einfach entfernen.

Das mag auch mit anderen Implantaten möglich sein – die Besonderheit beim SYNCHRONY Magneten liegt aber in der konischen Form seines Titangehäuses.

Andere Implantate besitzen eine weiche Silikontasche, die beim Entfernen und Wiedereinsetzen des Magneten reißen kann. So ein Schaden kann eine komplette Reimplantation nach sich ziehen. Der SYNCHRONY Magnet dagegen lässt sich mehrfach sicher entnehmen und wiedereinsetzen. Hier zeigt sich erneut die Überlegenheit des SYNCHRONY Magnetdesigns gegenüber anderen Implantaten.

Ein sicheres Gefühl

Und zu guter Letzt soll noch die leistungsstarke und vielfach bewährte Ti 100 Elektronik-Plattform Erwähnung finden, die das Herzstück des SYNCHRONY 2 Implantats bildet. Sie verfügt über 14 unabhängige Sicherheitskondensatoren.

Diese dienen dazu, dass das SYNCHRONY 2 Implantat die Cochlea über alle 12 Elektrodenkanäle äußerst sicher und präzise stimulieren kann. Das ermöglicht eine breite Palette an unterschiedlichen Stimulationsoptionen, etwa parallele Stimulation und triphasische Präzisionspulse. Die Hardware kommt dabei keineswegs an ihre Grenzen. Ihr Leistungspotenzial bietet noch einiges an Spielraum. Dieser Spielraum hilft dabei, schon jetzt sicherzustellen, dass Patienten mit ihrem Implantat auch in der Zukunft von neuen technologischen Errungenschaften und Entwicklungen profitieren können.

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*Nicht alle der gezeigten Produkte, Produktfunktionen oder Indikationen sind in allen Ländern und Regionen verfügbar. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren lokalen MED-EL Ansprechpartner.

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