{"id":25709,"date":"2021-11-16T16:26:14","date_gmt":"2021-11-16T16:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.medel.pro\/mit-medel-cochlea-implantaten-moeglichst-nahe-dran-am-natuerlichen-hoeren\/"},"modified":"2023-03-29T16:43:59","modified_gmt":"2023-03-29T16:43:59","slug":"mit-medel-cochlea-implantaten-moeglichst-nahe-dran-am-natuerlichen-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.medel.pro\/de\/produkte-neuheiten\/mit-medel-cochlea-implantaten-moeglichst-nahe-dran-am-natuerlichen-hoeren\/","title":{"rendered":"Wie klingt H\u00f6ren mit Cochlea-Implantat? Mit MED-EL m\u00f6glichst nat\u00fcrlich."},"content":{"rendered":"<p>Wenn Sie in Ihrer Arbeit mit CI-Kandidaten zu tun haben, sind Ihnen die folgenden Fragen bestimmt gel\u00e4ufig: Wie klingt das H\u00f6ren mit einem Cochlea-Implantat? Klingt es roboterhaft? Werde ich damit Stimmen erkennen? Kann ich mit dem CI gut Musik h\u00f6ren? Wie lange dauert die Eingew\u00f6hnungszeit?<\/p>\n<p>Diese Fragen sind nicht nur g\u00e4ngig, sondern auch allzu verst\u00e4ndlich, schlie\u00dflich ist die Entscheidung f\u00fcr ein Cochlea-Implantat keine einfache. Online-Simulationen sollen mitunter dazu dienen, ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu vermitteln, wie es ist, mit einem CI zu h\u00f6ren. Solche Videos oder Sound Samples werden h\u00e4ufig mit einem Vocoder erstellt, der imstande ist, nat\u00fcrliche Sprache k\u00fcnstlich zu reproduzieren.<\/p>\n<p>Es ist wichtig zu verstehen, dass eine &#8222;Cochlea-Implantat-Simulation&#8220; durch einen Vocoder nicht ann\u00e4hernd einen realistischen Eindruck davon liefern kann, wie das H\u00f6ren mit einem Cochlea-Implantat tats\u00e4chlich klingt. Die Vocoder-Simulationen klingen schroff, roboterhaft, verzerrt und schlicht unangenehm. Das steht in Widerspruch zu den Erfahrungen von CI-Nutzern.<sup>1,2<\/sup><\/p>\n<blockquote><p><em><em>&#8222;Wenn Sie online nach &#8218;Cochlea-Implantat Simulation&#8216; suchen, finden Sie sogenannte Rauschband-Vocoder. Ich stelle erfreut fest, dass ein Cochlea-Implantat nicht wie ein Vocoder klingt. Es w\u00e4re schrecklich, wenn sich alles ein Leben lang wie aus einem Vocoder anh\u00f6ren w\u00fcrde. Nein, es klingt nicht wie ein Rausch- oder Sinus-Vocoder \u2013 zum Gl\u00fcck!&#8220; <\/em><\/em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=s3chdoU6xoY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Michael Dorman<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Thematik wurde wissenschaftlich umfassend beleuchtet. CI-Nutzer mit einseitiger Taubheit (SSD) k\u00f6nnen den Klang von beiden Seiten direkt miteinander vergleichen.<sup>1\u00ad\u20139<\/sup><\/p>\n<blockquote><p><em><em>&#8222;Nein! &#8230; Nein, nein, nein &#8230; Nein!&#8220; <\/em><\/em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1dhTWVMcpC4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CI-Nutzerin mit SSD beim Vergleichen des Klangs einer Vocoder-Simulation im gesunden Ohr mit dem Klang des CIs im anderen Ohr<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese realit\u00e4tsfernen Simulationen bergen ein gro\u00dfes Problem: Sie k\u00f6nnen CI-Kandidaten davon abbringen, ein CI zu erhalten und von allen damit verbundenen Vorteilen zu profitieren.<\/p>\n<blockquote><p><em><em>&#8222;Ich war unsicher, ob ich ein CI bekommen sollte. Warum? Das liegt an den online verf\u00fcgbaren Cochlea-Implantat-Simulationen. Du gehst auf diese Seiten, um dir anzuh\u00f6ren, wie Musik mit einem Cochlea-Implantat angeblich klingt. So etwas wollte ich dann nicht. Es klang furchtbar.&#8220; &#8230; \u201eIch habe mich bei jenen, die solche pseudowissenschaftlichen Videos \u00fcber den Klang der Stimme oder von Musik mit einem Cochlea-Implantat ver\u00f6ffentlichen, beschwert. So etwas kann Menschen davon abbringen, ein Cochlea-Implantat zu bekommen.\u201c <\/em><\/em><a href=\"https:\/\/cochlearimplantbasics.com\/2021\/06\/mary-beth-napoli\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zwei Cochlea-Implantat-Nutzer im Gespr\u00e4ch \u00fcber CI-Simulationsvideos<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Tatsache ist, dass die subjektiven Eindr\u00fccke und Erfahrungen zur Klangqualit\u00e4t von Cochlea-Implantaten individuell sehr unterschiedlich sind. W\u00e4hrend manche Nutzer den Klang als \u201emechanisch\u201c, \u201emetallisch\u201c, \u201everzerrt\u201c oder \u201epiepsig\u201c bezeichnen, empfinden ihn andere als \u201eangenehm\u201c und \u201e\u00fcberraschend nat\u00fcrlich\u201c.<\/p>\n<p>Wie kommt es zu derart unterschiedlichen Bewertungen? Und wie kann das H\u00f6rresultat optimiert werden? CI-Kandidaten und Fachleute neigen nicht selten zur Annahme, dass alle Cochlea-Implantate mehr oder weniger gleich sind. Das stimmt aber nicht. Und es ist <strong>essentiell zu verstehen, dass sich die Cochlea-Implantate in ihrer Technologie unterscheiden<\/strong>. Denn diese technologischen Unterschiede haben, wie die wissenschaftliche Forschung eindeutig belegt, deutlich <strong>unterschiedliche H\u00f6rresultate<\/strong> zur Folge.<sup>1\u201324<\/sup><\/p>\n<blockquote><p><em><em>\u201eEher roboterhaft, blechern und nachhallend. Ich kann Stimmen verschiedener Personen nicht auseinanderhalten, da der Klang ziemlich metallisch ist. Es klingt wie mit einem defekten Mikrofon.\u201c <\/em><\/em>CI-Nutzer mit einem Implantat der Firma Cochlear, das \u00fcber einen kurzen Elektrodentr\u00e4ger verf\u00fcgt<sup>19<\/sup><\/p>\n<p><em>\u201eMich hat der Klang sofort begeistert&#8230; Stimmen klingen klarer und voller. Es klingt nat\u00fcrlicher&#8230; Weniger Anstrengung mit MED-EL, weil ich nicht dauernd raten muss&#8230;\u201c <\/em>Derselbe Nutzer \u00fcber sein MED-EL Cochlea-Implantat mit langem Elektrodentr\u00e4ger, das er am anderen Ohr tr\u00e4gt<em><sup>19<\/sup><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In diesem Artikel steht neben den wissenschaftlichen Grundlagen der Klangqualit\u00e4t von Cochlea-Implantaten folgende Frage im Fokus: Wie wichtig ist das Implantat-Design f\u00fcr das H\u00f6rergebnis?<\/p>\n<ol>\n<li>Die ma\u00dfgebliche Bedeutung des tonotopen Abgleichs f\u00fcr die Klangqualit\u00e4t<\/li>\n<li>Steuerbare Faktoren der CI-Klangqualit\u00e4t wie etwa Produktwahl und Elektrodenplatzierung<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliche Erfahrungen von MED-EL Nutzern zur Klangqualit\u00e4t im t\u00e4glichen Gebrauch<\/li>\n<\/ol>\n<h3><strong>Der Natur nachempfunden<\/strong><\/h3>\n<p>Wie klingt ein Cochlea-Implantat? Vielleicht stellen wir uns zuerst besser die Frage, wie ein Cochlea-Implantat klingen <em>sollte<\/em>. Und daran anschlie\u00dfend: Wie kann es gelingen, dass Menschen <a href=\"https:\/\/hearlife.medel.com\/de\/cochlear-implants\/closest-to-natural-hearing?utm_source=B2Bblog&amp;utm_medium=link&amp;utm_campaign=naturalHearing&amp;utm_content=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit einem Cochlea-Implantat so gut und nat\u00fcrlich wie m\u00f6glich h\u00f6ren k\u00f6nnen<\/a>?<\/p>\n<p>Unser H\u00f6rsinn umfasst nicht allein die F\u00e4higkeit, Ger\u00e4usche zu erkennen und \u00c4u\u00dferungen zu verstehen. Beim H\u00f6ren geht es um weit mehr als das reine Wahrnehmen von Kl\u00e4ngen: Es geht um Freude, Lachen, Erinnerungen, Natur, Musik &#8211; und die vielseitige Gef\u00fchlswelt, die damit einhergeht. Unser nat\u00fcrliches Geh\u00f6r ist emotional eng mit unseren Erfahrungen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>Darin besteht letzten Endes der Grund f\u00fcr unsere Anstrengungen bei MED-EL, mit unseren Cochlea-Implantaten ein m\u00f6glichst nat\u00fcrliches H\u00f6rempfinden zu erzielen. Seit bereits mehr als 30 Jahren legen wir gr\u00f6\u00dften Wert darauf, Cochlea-Implantate zu entwickeln und zu fertigen, die sich an den Eigenschaften des nat\u00fcrlichen Geh\u00f6rs orientieren. Jede unserer einzigartigen technologischen Weiterentwicklungen bringt uns in der Nachahmung des normalen, nat\u00fcrlichen H\u00f6rens einen Schritt voran. In der Summe sorgen sie bereits jetzt daf\u00fcr, dass sich MED-EL Cochlea-Implantate von allen anderen absetzen.<sup>1\u201325<\/sup><\/p>\n<p>\u201eM\u00f6glichst nat\u00fcrliches H\u00f6ren\u201c meint mehr als eine angenehme Klangqualit\u00e4t. Je nat\u00fcrlicher und besser die Klangsignale sind, die zum Gehirn gelangen, desto leichter k\u00f6nnen wir insbesondere komplexe akustische Ereignisse verarbeiten und verstehen. Das macht sich vor allem in schwierigen H\u00f6rsituationen wie Gruppenunterhaltungen oder Gespr\u00e4chen in vollen Restaurants oder am Spielplatz bemerkbar.<sup>10,11,14,24<\/sup><\/p>\n<blockquote><p><em><em>\u201eDas in meinen Augen ideale Cochlea-Implantat w\u00fcrde Nutzern eine derart nat\u00fcrliche H\u00f6rerfahrung liefern, dass sie nicht einmal \u201abemerken\u2018 w\u00fcrden, dass sie ein Implantat haben.\u201c <\/em><\/em>Dr. Peter Nopp, Director of Sound Coding Research, MED-EL<\/p><\/blockquote>\n<h3><strong>Nat\u00fcrliche Basis<\/strong><\/h3>\n<p>Wie kann es gelingen, mit einem CI so nahe wie m\u00f6glich an die nat\u00fcrliche H\u00f6rerfahrung heranzukommen? Um diese Frage zu beantworten, sehen wir uns zuerst an, wie ein Cochlea-Implantat mit dem auditorischen System interagiert.<\/p>\n<p>Dass eine Schallempfindungsschwerh\u00f6rigkeit auf ein Fehlen oder eine Funktionsst\u00f6rung der Haarzellen zur\u00fcckgeht, ist klar. Was aber manchmal nicht ausreichend thematisiert wird, ist die Tatsache, dass diese defekten Haarzellen nur einen Schritt im Prozess der nat\u00fcrlichen H\u00f6rverarbeitung darstellen. Alle nachfolgenden Schritte, also die \u00fcbrigen neuralen Strukturen, sind bei einer Schallempfindungsschwerh\u00f6rigkeit nach wie vor intakt.<\/p>\n<p>Cochlea-Implantate sind keine Ersatzteile, die, wie etwa eine Unterschenkelprothese, ein nicht mehr vorhandenes K\u00f6rperteil ersetzen. Sie dienen nicht als neue neurale Strukturen, sondern wurden dazu entwickelt, exakt mit den vorhandenen, nat\u00fcrlichen Verarbeitungsprozessen zusammenzuspielen.<\/p>\n<blockquote><p><em><em>\u201eEin taubes Ohr ist kein totes Ohr! Die Funktion des H\u00f6rnervs bleibt auch nach dem Verlust der Haarzellen und der Ertaubung bestehen; ein Segen f\u00fcr ertaubte und implantierte Menschen.\u201c <\/em><\/em>Prof. Helge Rask-Andersen<\/p><\/blockquote>\n<p>Es mag seltsam erscheinen, aber sogar bei hochgradiger Schallempfindungsschwerh\u00f6rigkeit k\u00f6nnen die anderen delikaten Strukturen in der Cochlea noch v\u00f6llig funktionsf\u00e4hig sein. Ein unglaublich komplexes Netzwerk aus Nervenzellen wartet sozusagen nur darauf, reaktiviert zu werden. Wenn ein Lichtschalter kaputt ist, m\u00fcssen deshalb noch nicht s\u00e4mtliche in der Wand verlegten Kabel ersetzt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4re ein CI dazu in der Lage, die neuralen Strukturen im Innenohr mit der exakt gleichen Pr\u00e4zision zu befeuern, wie das beim nat\u00fcrlichen H\u00f6ren geschieht, k\u00f6nnte das Gehirn theoretisch keinen Unterschied zwischen nat\u00fcrlichem und elektrisch vermitteltem H\u00f6ren erkennen. Die ins Hirn gelangenden Nervensignale w\u00e4ren dann n\u00e4mlich genau gleich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cochlea-kanalquerschnittwindungen_v2-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-18994\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/cochlea-kanalquerschnittwindungen_v2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"373\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Beim nat\u00fcrlichen H\u00f6ren senden die Haarzellen im Corti-Organ Nervensignale durch das Ganglion spirale und weiter \u00fcber den H\u00f6rnerv zum Gehirn. Ein Cochlea-Implantat stimuliert exakt diese neuralen Strukturen in Corti-Organ und Ganglion.<\/em><\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr die Klangqualit\u00e4t eines Cochlea-Implantats? <strong>Die Klangqualit\u00e4t eines Cochlea-Implantats h\u00e4ngt davon ab, wie nahe die Stimulation durch das CI der nat\u00fcrlichen Stimulation der Cochlea kommt.<\/strong><sup>1\u201325<\/sup> Daraus ergibt sich eine zentrale Rolle des Elektrodentr\u00e4gers f\u00fcr die H\u00f6rqualit\u00e4t. Der Elektrodentr\u00e4ger bildet die Br\u00fccke zwischen Technologie und Natur. Jeder Bestandteil der Schallinformation flie\u00dft durch diese extrem feine und hochkomplexe Schnittstelle.<\/p>\n<p>Selbst der ausgefeilteste Audioprozessor st\u00f6\u00dft rasch an Grenzen, wenn der Elektrodentr\u00e4ger des Cochlea-Implantats Aufbau und Funktionsweise der Cochlea nicht entsprechend ber\u00fccksichtigt. Ein gutes Beispiel ist Musikh\u00f6ren. Es ist zwar nett, wenn die externe Komponente des CI-Systems mit allerlei kabellosen Verbindungsm\u00f6glichkeiten aufwarten kann, bringt aber nicht viel, wenn die Musik durch Limitierungen in Implantat und Elektrodentr\u00e4ger am Ende verzerrt und schlecht klingt.<\/p>\n<p>Wie gesagt, durchl\u00e4uft wirklich alles, was Ihre Patienten mit ihrem CI h\u00f6ren, zu irgendeinem Zeitpunkt den winzigen Elektrodentr\u00e4ger des Implantats. Alle paar Jahre auf einen neuen Audioprozessor umzusteigen, ist keine gro\u00dfe Sache. Das Cochlea-Implantat bleibt im Normalfall wesentlich l\u00e4nger im Einsatz. Manche Patienten wechseln den Audioprozessor nahezu wie ein Smartphone, tragen ihr Implantat jedoch bereits seit mehr als 25 Jahren im K\u00f6rper.<\/p>\n<h3><strong>Klangqualit\u00e4t: Nat\u00fcrliche Lautst\u00e4rke und Frequenz<\/strong><\/h3>\n<p>Welche Schl\u00fcsselfaktoren nat\u00fcrlichen H\u00f6rens muss ein gutes Cochlea-Implantat ber\u00fccksichtigen? Im Wesentlichen sind es zwei Faktoren: Lautst\u00e4rke (dB) und Frequenz (Hz).<\/p>\n<p><strong>Lautst\u00e4rke<\/strong><\/p>\n<p>Die Lautst\u00e4rke eines Cochlea-Implantats wird durch dessen Dynamikbereich bestimmt. Es geht darum, wie gro\u00df der wahrgenommene Lautst\u00e4rkenunterschied ist, der sich zwischen niederen und hohen Pegeln erreichen l\u00e4sst. Nat\u00fcrliche Sprache und Musik haben einen breiten Dynamikbereich. Er ist ein wichtiger Teilbereich von H\u00f6rqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Etliche CI-Systeme arbeiten \u00fcber ca. 70dB mit einer sehr hohen, zum Teil sogar unbegrenzten, Kompression. Diese Kompression erfolgt auf Kosten der nat\u00fcrlichen Lautst\u00e4rkenunterschiede. Plakativ ausgedr\u00fcckt: W\u00fcrden Sie sich auf der Landebahn eines Flughafens mit jemandem unterhalten, w\u00fcrde Ihr CI Ihren Gespr\u00e4chspartner und die Turbine des Flugzeugs mit demselben Pegel stimulieren. Die unnat\u00fcrliche Angleichung verschiedener Lautst\u00e4rken k\u00f6nnte etwa auch dazu f\u00fchren, dass die Stimme einer Person, die Ihnen etwas zuruft, verzerrt wird, weil im selben Moment Autos vorbeifahren. Ein begrenzter Dynamikbereich macht es schwierig, dem nat\u00fcrlichen Lautst\u00e4rkeverlauf des Schalls zu folgen.<sup>25 <\/sup><\/p>\n<p>F\u00fcr eine nat\u00fcrlichere Lautst\u00e4rkenwahrnehmung bedienen sich MED-EL Cochlea-Implantate eines Kompressionsverh\u00e4ltnisses von 3:1. Dieses entspricht dem Kompressionsverh\u00e4ltnis der Basilarmembran beim normalen H\u00f6ren. Klang kann in seiner Lautst\u00e4rke damit zwischen ca. 30 dB und 110 dB merkbar ansteigen. Dar\u00fcber hinaus ist die DUAL-Loop Automatic Gain Control (AGC) unserer Cochlea-Implantate f\u00e4hig, sofort und nahtlos auf Lautst\u00e4rkenunterschiede zu reagieren und daf\u00fcr zu sorgen, dass leise Ger\u00e4usche klar und laute Ger\u00e4usche angenehm wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Die Lautst\u00e4rke ist ein wichtiger Baustein von H\u00f6rqualit\u00e4t, aber nicht der einzige. Auch ein sehr leise bellender Hund ist noch immer als bellender Hund erkennbar. Was ist also der Grund f\u00fcr den \u201eblechernen\u201c, \u201epiepsigen\u201c oder \u201eroboterhaften\u201c Klang, den manche CI-Nutzer beschreiben?<\/p>\n<p><strong>Frequenz<\/strong><\/p>\n<p>Hier kommt die Frequenz ins Spiel. Klangfarben oder der \u201eCharakter\u201c bestimmter T\u00f6ne werden zu einem gro\u00dfen Teil durch deren Frequenzen bestimmt. Jede Klaviertaste bringt eine andere Frequenz zum Klingen.<\/p>\n<p>Werden Frequenzen k\u00fcnstlich alteriert, \u00e4ndert sich der Klangeindruck. Er wird unnat\u00fcrlich. Verschiebt man die Frequenz einer Stimme etwa nach oben, kann dieser \u201eblecherne\u201c, d\u00fcnne Klang entstehen, den CI-Nutzer mitunter konstatieren.<sup>1,2,5,9,19<\/sup><\/p>\n<p>Daraus ergibt sich eine zentrale Frage zur H\u00f6rqualit\u00e4t mit CI: <strong>Wie exakt kann ein Cochlea-Implantat die nat\u00fcrliche Frequenz eines Klangs darstellen bzw. stimulieren?<\/strong><\/p>\n<p>Wie wir wissen, geht das Cochlea-Implantat eine unmittelbare Verbindung mit dem nat\u00fcrlichen Pfad der H\u00f6rverarbeitung ein. Es ist also nur logisch, das H\u00f6ren mit einem CI umso nat\u00fcrlicher wirkt, je akkurater dieses mit dem nat\u00fcrlichen Aufbau der Cochlea interagiert.<sup>4,7,10,11,12,13,14,15<\/sup><\/p>\n<h3><strong>Nat\u00fcrliches H\u00f6ren: Der richtige Ort<\/strong><\/h3>\n<p>In der Cochlea sind unterschiedliche Regionen f\u00fcr die Verarbeitung unterschiedlicher Frequenzen verantwortlich. Jede Tonh\u00f6he aktiviert also eine andere Gruppe von Haarzellen. Diese tonotope Kodierung (Kopplung von Tonh\u00f6he und Ort) kann man sich wie eine Klaviatur im Inneren der Cochlea vorstellen: von den Tasten f\u00fcr die ganz hohen T\u00f6ne am Eingang der H\u00f6rschnecke bis zu den Tasten f\u00fcr die tiefen T\u00f6ne am Ende der Schnecke.<sup>13<\/sup><\/p>\n<p>Auf Vogelgezwitscher reagieren die vorderen Haarzellen, auf Donnergrollen die weiter innen liegenden.<\/p>\n<p>Wenngleich Cochleae individuell ganz unterschiedlich aussehen k\u00f6nnen, so ist der tonotope Rotationswinkel doch bei fast allen Cochleae sehr \u00e4hnlich: Nach einer ganzen Cochlea-Windung (360\u00b0) sitzen \u00fcblicherweise jene Haarzellen, die eine Frequenz von ca. 940 Hz verarbeiten \u2013 unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe der Cochlea.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_problog_frequencies.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-18980\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_problog_frequencies.gif\" alt=\"Cochlea Tonotopic Sound Frequencies\" width=\"360\" height=\"450\" \/><\/a><\/p>\n<p>Diese tonotope \u00dcbereinstimmung von Frequenz und entsprechendem Areal in der Cochlea ist unglaublich pr\u00e4zise: Werden bestimmte Haarzellen aktiviert, erkennt das Gehirn automatisch und blitzschnell, um welche Tonh\u00f6he es geht. Wie beim Klavier ist eine klar definierte Stelle ist immer f\u00fcr die exakt selbe Tonh\u00f6he zust\u00e4ndig. Nur durch diese Konsistenz, die von den Haarzellen \u00fcber Nervenstrukturen bis in die zerebralen H\u00f6rzentren aufrechterhalten wird, kann das Gehirn die kodierten T\u00f6ne gewisserma\u00dfen entschl\u00fcsseln.<\/p>\n<p>Wird die nat\u00fcrliche Tonotopie der Cochlea durch ein Cochlea-Implantat nicht ber\u00fccksichtigt bzw. ver\u00e4ndert, kann dies dementsprechend Auswirkungen auf die f\u00fcr die Klanginterpretation zust\u00e4ndigen Hirnareale haben.<\/p>\n<h3><strong>Cochlea-Implantate: Der richtige Ort<\/strong><\/h3>\n<p>Wir wissen, dass die Haarzellen nach Frequenz angeordnet sind und sich nahezu \u00fcber die gesamte L\u00e4nge der Cochlea erstrecken. Und wir wissen, dass eine CI-Elektrode jene Haarzellen bzw. Nervenstrukturen nicht stimulieren kann, die sie nicht physisch erreicht. Was bedeutet das?<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine m\u00f6glichst nat\u00fcrliche, akkurate Wiedergabe von Kl\u00e4ngen m\u00fcssen die Frequenzen an der jeweils daf\u00fcr vorgesehenen Stelle in der Cochlea stimuliert werden.<\/strong><sup>3\u201315<\/sup><\/p>\n<p>Um das gesamte nat\u00fcrliche Klangspektrum abzudecken, muss die Elektrode lang genug sein, um die Cochlea in ihrer gesamten L\u00e4nge zu stimulieren. Eine Frequenz, die an einem Ort in der Cochlea verarbeitet wird, welchen die Elektrode nicht erreicht, kann folglich nicht korrekt stimuliert werden. Um im erw\u00e4hnten Bild des Klavierspielens zu bleiben: Das w\u00e4re so, als w\u00fcrde man versuchen T\u00f6ne zu spielen, deren Tasten man nicht erreichen kann.<\/p>\n<p>Ein langer Elektrodentr\u00e4ger ist von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Klangqualit\u00e4t mit einem Cochlea-Implantat. Umfassende Forschungen zeigen, dass nur durch eine genaue \u00dcbereinstimmung von nat\u00fcrlichem Stimulationsort und stimulierter Tonh\u00f6he zuverl\u00e4ssig eine bessere Tonh\u00f6henwahrnehmung mit einem CI erzielt werden kann.<sup>1\u201320<\/sup><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/vorschau_cochlea_nerven_side.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-19020\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/vorschau_cochlea_nerven_side.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"317\" \/><\/a><br \/>\n<em>In der Cochlea reichen die Dendriten der Haarzellen bis in eine Tiefe von 720\u00b0 (das entspricht zwei vollen Cochlea-Windungen). Ein langer Elektrodentr\u00e4ger ist daher entscheidend. Man kann Nervenstrukturen nur stimulieren und aktivieren, wenn man sie auch erreicht.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Lange Elektrodentr\u00e4ger: Stimulation der gesamten Cochlea<\/strong><\/h3>\n<p>Damit ein CI-System Tonh\u00f6hen m\u00f6glichst naturgetreu vermitteln kann, ist ein bestm\u00f6glicher tonotoper Abgleich \u00fcber das gesamte Frequenzspektrum entscheidend, das der Audioprozessor zu verarbeiten imstande ist. Ein moderner MED-EL Audioprozessor verf\u00fcgt \u00fcber einen Frequenzbereich von 70 bis 8.500 Hz (in einem Audiogramm liegt der Bereich \u00fcblicherweise zwischen 125 und 8.000 Hz).<\/p>\n<p>Die Herausforderung besteht darin, das untere Ende dieses breiten Spektrums korrekt zu stimulieren. Dazu braucht es einen langen Elektrodentr\u00e4ger, der mit seinem letzten Elektrodenkontakt an der Spitze eine angulare Insertionstiefe von etwa 630-720\u00b0 erreicht. Wie wir sp\u00e4ter sehen werden, kann Ratenkodierung die Feinabstimmung der tiefen Frequenzen in der zweiten Cochlea-Windung unterst\u00fctzen.<sup>4,13,20<\/sup><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18975 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_problog_electrodecomparison-e1630666058519.png\" alt=\"Cochlear Implant Electrode Arrays Sound Quality\" width=\"410\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p><em>Vollst\u00e4ndige Stimulation der Cochlea mit einem langen Elektrodentr\u00e4ger<\/em><\/p>\n<p>Um eine durchschnittliche Cochlea derart in ihrer gesamten L\u00e4nge bespielen zu k\u00f6nnen, w\u00e4re ein flexibler Lateral-Wall-Elektrodentr\u00e4ger mit einer L\u00e4nge von ca. 18-31,5 mm erforderlich. Kleine Cochleae w\u00fcrden f\u00fcr dieselbe Abdeckung einen etwas k\u00fcrzeren Elektrodentr\u00e4ger ben\u00f6tigen, gr\u00f6\u00dfere Cochleae einen etwas l\u00e4ngeren.<sup>13,17,20<\/sup><\/p>\n<p>MED-EL bietet das umfassendste Portfolio an unterschiedlichen Elektrodentr\u00e4gern (u.a. FLEX Elektrodentr\u00e4ger in 5 L\u00e4ngen), um Cochleae unterschiedlichster Gr\u00f6\u00dfen in ihrer gesamten L\u00e4nge stimulieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die einzigartig flexiblen Spitzen sowie die weiche Ausgestaltung des Elektrodentr\u00e4gers, der sich den nat\u00fcrlichen Windungen der Cochlea von selbst anpasst, sorgen f\u00fcr eine sichere Insertion bis zu 720\u00b0. Ein solches Ma\u00df an angularer Insertionstiefe und damit Cochlea-Abdeckung erreichen andere Hersteller nicht. Diese tiefe Insertion legt den Grundstein f\u00fcr die Nutzung des gesamten Frequenzpotenzials der Cochlea und damit f\u00fcr eine m\u00f6glichst nat\u00fcrliche H\u00f6rqualit\u00e4t.<\/p>\n<h3><strong>Kurze Elektrodentr\u00e4ger: Keine vollst\u00e4ndige Stimulation<\/strong><\/h3>\n<p>Wie sieht das Ganze mit vorgeformten Elektrodentr\u00e4gern aus? Diese weniger flexiblen, 15-23 mm langen Elektrodentr\u00e4ger anderer CI-Hersteller werden h\u00e4ufig damit beworben, angeblich \u201eam dichtesten am H\u00f6rnerv zu liegen\u201c. Dar\u00fcber hinaus werden diese Elektrodentr\u00e4ger von den Herstellern selbst mitunter mit dem Pr\u00e4dikat \u201efull-length\u201c bedacht, was allerdings lediglich auf die kleinsten bekannten Cochleae zutreffen kann.<sup>7,16,20 <\/sup><\/p>\n<p>Man kann sich den <a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/de\/faszinierende-synchroton-bilder-der-cochlea-prof-helge-rask-andersen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Aufbau der neuralen Strukturen in der Cochlea<\/a> ein wenig wie die Verzweigungen eines Christbaums vorstellen: Die Spitzen der Zweige sind die einzelnen peripheren Nervenfasern, die an den Haarzellen andocken. Zum Stamm hin entsprechen die Zweige dem Ganglion spirale, das letztlich in den H\u00f6rnerv (Baumstamm) \u00fcbergeht. Vorgeformte Elektrodentr\u00e4ger liegen weiter in der Mitte der Cochlea, weshalb sie anstelle der Haarzellen eher das Ganglion spirale stimulieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/vorschau_cochlea_kanalquerschnitt_elektroden_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-19004\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/vorschau_cochlea_kanalquerschnitt_elektroden_2.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"396\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenngleich dieser Umstand h\u00e4ufig als Vorteil des Systems verkauft wird, so handelt es sich eher um eine funktionale Notwendigkeit, die sich aus dem Elektrodendesign ergibt. Sind solche vorgeformten Elektroden nicht nahe genug am Ganglion spirale platziert, kann dies n\u00e4mlich zu einem signifikanten Leistungsverlust f\u00fchren. Die Elektrodenkontakte liegen sehr nahe beieinander, wodurch es zu Problemen mit \u00fcberlappender Stimulation kommen kann, die umso gr\u00f6\u00dfer werden, je weiter die Kontakte vom Modiolus cochleae entfernt sind.<sup>21<\/sup><\/p>\n<p>Noch st\u00e4rker gegen dieses Design spricht aber, dass Tonh\u00f6henwahrnehmung nichts damit zu tun hat, wie nahe am Zentrum der Cochlea der Elektrodentr\u00e4ger liegt. Praktisch gesprochen hat die perimodiolare Platzierung keinerlei Vorteil f\u00fcr den tonotopen Abgleich. Denn das Corti-Organ und das Ganglion spirale weisen eine nahezu identische Tonotopie bis etwa 650-700\u00b0 auf \u2013 also bis in eine Insertionstiefe, welche die vorgeformten Elektrodentr\u00e4ger ohnehin niemals erreichen.<sup>13,16<\/sup><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/graph-e1630930278534.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-19091\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/graph-e1630930278534.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"284\" \/><\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Nat\u00fcrliche Frequenzen: Mit kurzen Elektrodentr\u00e4gern, die lediglich 360\u00b0-450\u00b0 erreichen, l\u00e4sst sich durch die Stimulation des Ganglion spirale (orange) keine effiziente Stimulation der niederen Frequenzen (Haarzellen im Corti-Organ, gr\u00fcn) erzielen.<\/em><\/p>\n<p>Wie starre Mid-Scala-Elektroden reichen perimodiolare Elektroden aufgrund ihres Designs nur bis ca. ans Ende der ersten Cochlea-Windung (360-450\u00b0). Eine tiefere Insertion mit starren bzw. vorgeformten Elektroden k\u00f6nnte sehr wahrscheinlich zu einer Verletzung der Cochlea f\u00fchren.<sup>16<\/sup><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19064 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_problog_electrodecomparison-1-e1630666160607.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p><em>Etliche Elektrodentr\u00e4ger erreichen lediglich die erste Windung der Cochlea.<\/em><\/p>\n<p>Das hat signifikante Auswirkungen: Da die vorgeformten Elektroden nur bis knapp hinter die erste Cochlea-Windung reichen, decken sie nur etwa die H\u00e4lfte des nat\u00fcrlichen Frequenzspektrums ab.<sup>7,13,16<\/sup><\/p>\n<p>Bemerkenswert ist, dass die vergleichsweise kurzen, vorgeformten Elektrodentr\u00e4ger in ihrer L\u00e4nge mitunter als idealer Kompromiss aus Abdeckung und Strukturerhalt beworben werden. Bemerkenswert deshalb, weil die \u00e4u\u00dferst flexiblen und deutlich l\u00e4ngeren MED-EL Elektrodentr\u00e4ger wesentlich besser abschneiden, wenn es um den Erhalt der sensiblen Cochlea-Strukturen geht.<\/p>\n<p>Sogar mit weniger starren vorgeformten Elektrodentr\u00e4gern ist es ob der immer enger werdenden Kr\u00fcmmung der Cochlea praktisch unm\u00f6glich, den Modiolus \u00fcber die erste Windung hinaus zu umschlie\u00dfen, ohne dass die Spitze des Elektrodentr\u00e4gers schon fast automatisch umknickt.<sup>26<\/sup><\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird behauptet, dass diese Elektroden an der Innenseite der Cochlea, sozusagen auf der \u201eInnenspur\u201c, liegen und so gleich umfassend stimulieren wie l\u00e4ngere Elektrodentr\u00e4ger. Durch klinische Evidenz gedeckt ist diese Behauptung nicht. Postoperative Bildgebung zeigt, dass diese Elektrodentr\u00e4ger lediglich die erste Windung stimulieren und aktivieren (360-450\u00b0 Insertionswinkel).<sup>7,16,20,26<\/sup><\/p>\n<p>N\u00e4her am H\u00f6rnerv zu liegen, f\u00fchrt also nicht automatisch zu einer besseren, nat\u00fcrlicheren Klangqualit\u00e4t. Die Nerven im Ellbogen m\u00f6gen n\u00e4her am Gehirn liegen \u2013 dennoch sind die in den Fingerspitzen liegenden Nerven zweifelsfrei pr\u00e4ziser. Und wenn die H\u00e4lfte der feinen, pr\u00e4zisen Nervenstrukturen komplett au\u00dfen vor gelassen wird \u2013 kann man dann eine n\u00e4her am H\u00f6rnerv liegende Elektrode ernsthaft als Vorteil bezeichnen? Wohl kaum. Soll ein bestm\u00f6glicher tonotoper Abgleich mit dem nat\u00fcrlichen Aufbau der Cochlea erzielt werden, spielt die L\u00e4nge der Elektrode schlicht eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<h3><strong>Nicht\u00fcbereinstimmung von Stimulationsort und Tonh\u00f6he: Verzerrter Klang<\/strong><\/h3>\n<p>Auch kurze Elektrodentr\u00e4ger erm\u00f6glichen im Allgemeinen ein vern\u00fcnftiges Ma\u00df an Sprachverst\u00e4ndnis, insbesondere in ruhigen Umgebungen. Sprache h\u00f6ren und verstehen zu k\u00f6nnen, ist die Basis m\u00fcndlicher Kommunikation, weshalb Sprachverst\u00e4ndnis oft als Ma\u00df zur Messung des H\u00f6rerfolgs herangezogen wird.<\/p>\n<p>Klar ist aber auch, dass die Bewertung \u201everst\u00e4ndlich\u201c bei einem Sprachverst\u00e4ndnistest nicht mit \u201anat\u00fcrlich\u201c oder \u201ewohlklingend\u201c gleichzusetzen ist. Eine kurze Elektrode kann die Klangqualit\u00e4t mindern, wodurch die H\u00f6rerfahrung zwar brauchbar, aber nicht notwendigerweise angenehm ist.<sup>1,2,9,15,18,19<\/sup><\/p>\n<p>Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die nat\u00fcrlichen Frequenzen durch das CI nach oben alteriert werden und Sprache oder andere Kl\u00e4nge dadurch blechern und d\u00fcnn wirken. Erst die niederen Frequenzen lassen uns Klang als voll und satt empfinden. Eine Verzerrung der Frequenzen schm\u00e4lert nicht nur den Gesamteindruck beim H\u00f6ren, sondern l\u00e4sst akustische, tonh\u00f6henvermittelte Hinweise in der Sprachmelodie untergehen, was speziell bei Vorhandensein von Umgebungsger\u00e4uschen das Sprachverstehen erschweren kann.<sup>10,11,12,13,14,15,19<\/sup><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19058 aligncenter\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/audiogram-med-el-cochlear-implant-sound-quality.jpg\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"497\" \/><\/p>\n<p>Kurze Elektroden, die nur die erste Cochlea-Windung erreichen, k\u00f6nnen nur mittlere und hohe Frequenzen (ab einer Grenze von ca. 800 Hz) an deren nat\u00fcrlichem Verarbeitungsort in der Cochlea stimulieren.<sup>20<\/sup><\/p>\n<p>W\u00fcrde ein solches CI nur diese Bereiche ab 800 Hz stimulieren, gingen zahllose Kl\u00e4nge des t\u00e4glichen Lebens komplett verloren. Sprache w\u00e4re dann nicht verst\u00e4ndlich: Die Grundfrequenzen der m\u00e4nnlichen Stimme liegen etwa bei 120 Hz, jene der weiblichen bei ca. 200 Hz. Zum Vergleich: Zwei Drittel der T\u00f6ne eines Klaviers liegen unter 800 Hz und fielen damit ebenfalls aus dem h\u00f6rbaren Bereich. Diese Frequenzen einfach zu ignorieren ist also keine wirkliche Option. Aus diesem Grund stimulieren Cochlea-Implantate mit kurzen Elektrodentr\u00e4gern zwar auf die tiefen Frequenzen \u2013 allerdings tun sie das nur in jenem Bereich der Cochlea, den sie erreichen k\u00f6nnen. Und dieser ist nicht f\u00fcr die Verarbeitung dieser Frequenzen vorgesehen.<\/p>\n<p>Diese Kompression und Verlagerung der Frequenzen hat drastische Auswirkungen auf die Tonh\u00f6henwahrnehmung und damit auf die Klangqualit\u00e4t: Die erw\u00e4hnten 120 Hz Grundfrequenz einer m\u00e4nnlichen Stimme werden dann in der Cochlea an der f\u00fcr die Verarbeitung einer Frequenz von 800 Hz verantwortlichen Stelle stimuliert und dementsprechend als wesentlich h\u00f6her (n\u00e4her an 800 Hz) wahrgenommen. Der so verzerrte Stimmklang kann es erschweren, eine Stimme einem Geschlecht bzw. einer Person zuzuordnen.<sup>28<\/sup><\/p>\n<p>Auswirkungen einer Frequenzverschiebung durch kurze Elektrodentr\u00e4ger<sup>1,2,5,9,10,14,15,18,19<\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>Unnat\u00fcrliche Stimmwahrnehmung<\/li>\n<li>Blecherner, roboterhafter Klangeindruck<\/li>\n<li>Mangelnde Freude am Musikh\u00f6ren<\/li>\n<li>Schlechteres Sprachverstehen in Ger\u00e4uschkulisse<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nachdem nach wie vor sehr viele Cochlea-Implantate mit kurzen Elektrodentr\u00e4gern in Umlauf sind, verwundert es wenig, dass viele Menschen Cochlea-Implantate mit unnat\u00fcrlicher Klangqualit\u00e4t verbinden.<\/p>\n<p>Das muss aber nicht so bleiben. Nat\u00fcrlich spielen beim Thema H\u00f6rqualit\u00e4t viele, zum Teil sehr individuelle, Faktoren eine Rolle. Der Elektrodentr\u00e4ger ist aber unbestritten ein gewichtiger objektiver Faktor. Noch dazu ein technologischer und damit steuerbarer. Unterschiedliche Designs = unterschiedliche H\u00f6rresultate<\/p>\n<h3><strong>Elektrodenkan\u00e4le: 22 vs. 12<\/strong><\/h3>\n<p>Wir haben nun also gesehen, dass die L\u00e4nge des Elektrodentr\u00e4gers wichtig ist. Aber wie sieht es mit der Zahl der Kontakte entlang des Elektrodentr\u00e4gers aus? Bestimmt haben Sie schon das Argument geh\u00f6rt, dass \u201e22 Kontakte besser sind\u201c. Auf den ersten Blick mag es plausibel erscheinen, dass mehr Elektrodenkontakte die Cochlea an mehr Stellen stimulieren und so eine bessere Leistung bewirken.<\/p>\n<p>Eine solche Argumentation l\u00e4sst aber zwei wichtige Aspekte au\u00dfer Acht: Erstens: Das Implantat ist nicht notwendigerweise auf die physischen Elektrodenkontakte limitiert. Ein technologisch hochstehendes Cochlea-Implantat ist f\u00e4hig, zwischen den Kontakten virtuelle Kan\u00e4le zu erzeugen. Und zweitens: Es geht darum, wie gro\u00df der Bereich der Cochlea ist, den die Elektrodenkontakte \u00fcberhaupt erreichen und damit stimulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Durch ihre einzigartige Kombination aus pr\u00e4zise koordinierter Stimulation und langen Elektrodentr\u00e4gern sind nur MED-EL Cochlea-Implantate dazu in der Lage, die gesamte Cochlea mit mehr als 250 virtuellen Kan\u00e4len zu befeuern, was sich in einer unvergleichlich hohen Klangqualit\u00e4t niederschl\u00e4gt.<sup>5,12,15,22<\/sup><\/p>\n<p><strong>Virtuelle Kan\u00e4le: 250 vs. 22<\/strong><\/p>\n<p>Ausgereifte CI-Systeme nutzen parallel oder sequenzielle Stimulation auf zwei oder mehreren Elektrodenkontakten. Indem die Stimulation zwischen zwei nebeneinanderliegenden Kontakten koordiniert wird, lassen sich zus\u00e4tzliche, virtuelle Elektrodenkan\u00e4le schaffen, die wiederum wie weitere Elektrodenkontakte zwischen den physischen Kontakten agieren. Die Nerven werden dort aktiviert, wo die Stimulation punktuell am st\u00e4rksten ausf\u00e4llt. Nach diesem Prinzip k\u00f6nnen durch Steuerung der Balance zwischen zwei Elektrodenkontakten gezielt ausgerichtete Spannungsspitzen erzeugt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-19009\" style=\"font-size: 13.3333px;\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_problog_channels.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p>Die FineHearing Klangkodierung von MED-EL nutzt trichterf\u00f6rmige Frequenzbandfilter, um jeweils zwischen zwei physischen Elektrodenkontakten zahlreiche virtuelle Kan\u00e4le zu generieren. Eine Unzahl an physischen Stimulationskontakten auf dem Elektrodentr\u00e4ger zu platzieren, wird damit obsolet.<\/p>\n<p>Unsere erstklassige Ti100 Implantat-Elektronik nutzt unabh\u00e4ngige Stromquellen f\u00fcr jeden Kanal. Das hei\u00dft, dass jeder aktive Elektrodenkontakt einen eigenen Hochgeschwindigkeits-Pr\u00e4zisionsregler hat. Dank dieser kraftvollen Hardware ist unsere Kodierung in der Lage, sowohl parallele als auch sequenzielle, nicht\u00fcberlappende Stimulation anzuwenden.<\/p>\n<p>Auf diese Art kann ein MED-EL Cochlea-Implantat mit zw\u00f6lf physischen Kan\u00e4len die Cochlea \u00fcber bis zu 250 individuelle virtuelle Kan\u00e4le oder Spektralb\u00e4nder stimulieren. Zehn Finger reichen schlie\u00dflich auch aus, um alle Tasten eines Klaviers anschlagen zu k\u00f6nnen. Voraussetzung ist, dass die ganz tiefen und die ganz hohen T\u00f6ne in Reichweite sind. Dann k\u00f6nnen automatisch auch alle T\u00f6ne dazwischen zum Klingen gebracht werden.<\/p>\n<p>Verf\u00fcgt ein Implantat dagegen ausschlie\u00dflich \u00fcber 22 physische Kontakte und \u00fcber keinerlei virtuelle Kan\u00e4le, w\u00e4re es so, als k\u00f6nnte man nur 22 Tasten des Klaviers zum Musizieren verwenden. Und mit der aktuellen &#8222;N-of-M&#8220; Klangkodierung solcher Implantate sind ohnehin lediglich 8 der 22 Elektroden gleichzeitig aktiv. Zudem erfordern diese Implantate eine passive Ableitung des Gleichstroms anstelle eines aktiven Ausgleichs, sodass die Stimulationsraten begrenzt sind. Im Zusammenhang mit Hardware wird dies oft als &#8222;begrenzter Spielraum&#8220; bezeichnet, da nicht ausreichend Kapazit\u00e4t vorhanden ist, um die Hardware in Zukunft mit schnellerer, komplexerer Kodierung zu erweitern.<sup>27<\/sup><\/p>\n<p>Es ist sicherlich m\u00f6glich, mit 22 eng beieinander liegenden Kontakten akzeptable Ergebnisse zu erzielen. Dieses Design kann aber nicht als fortschrittlicher als andere bezeichnet werden, nur weil es mehr Elektrodenkontakte umfasst. Liegen die Kontakte zu nahe beieinander, gibt es weniger Platz f\u00fcr virtuelle Kan\u00e4le und ein h\u00f6heres Potenzial f\u00fcr unerw\u00fcnschte Kanalinteraktionen durch \u00fcberlappende Stimulation. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen mehr Elektrodenkontakte auf einem kurzen Elektrodentr\u00e4ger dazu f\u00fchren, dass dieser noch steifer wird und damit das Risiko, sensible Cochlea-Strukturen zu sch\u00e4digen, steigt.<sup>16,21<\/sup><\/p>\n<p>Vor allem aber kommt es darauf an, wo genau diese Elektrodenkontakte sitzen. Egal, ob ein Elektrodentr\u00e4ger \u00fcber 16, 22 oder theoretisch 1.000 Elektrodenkontakte verf\u00fcgt \u2013 wenn der Elektrodentr\u00e4ger nur die halbe Cochlea abdeckt, wird auch nur das halbe Frequenzspektrum h\u00f6rbar sein. Dass tiefe Frequenzen fehlen und der Klang dadurch unnat\u00fcrlich wirkt, h\u00e4ngt mit der Verschiebung der Frequenzen zusammen und nicht etwa mit einer geringeren Zahl an Elektrodenkontakten.<sup>5,6,7,13,19,21<\/sup><\/p>\n<h3><strong>Gr\u00f6\u00dfte \u00dcbereinstimmung von Anfang an<\/strong><\/h3>\n<p>Welche Rolle spielt Adaptation? Gew\u00f6hnen sich Cochlea-Implantat-Nutzer mit der Zeit an verf\u00e4lschte Tonh\u00f6hen? Immer wieder wird als Argument f\u00fcr kurze Elektrodentr\u00e4ger ins Treffen gef\u00fchrt, dass die Ber\u00fccksichtigung der nat\u00fcrlichen Tonotopie ohnehin nicht so wichtig sei, da sich das Gehirn an verschobene Frequenzen gew\u00f6hne. So verbreitet diese Theorie sein mag, so sehr ist sich die Wissenschaft einig, dass Adaptation keine zielf\u00fchrende Methode ist, eine tonotope Nicht\u00fcbereinstimmung zu korrigieren.<sup>9,10,11,18,19<\/sup><\/p>\n<p>Zwar stimmt es, jedes CI ein gewisses Ma\u00df an Adaptation erfordert. Wie viel Adaptation notwendig ist, macht jedoch einen Unterschied. Zudem geht die Adaptation nicht bei jedem Menschen gleich effizient vonstatten. Sie h\u00e4ngt von vielen individuellen Faktoren ab. Jede Ver\u00e4nderung des H\u00f6rens ist mit Zeit und Anstrengung verbunden. Den Adaptationsaufwand zu reduzieren, muss daher das Ziel sein.<sup>9,10,11,15,18,19<\/sup><\/p>\n<p>Die nat\u00fcrliche Tonotopie der Cochlea ist \u00e4u\u00dferst stabil und solide. Dieses System einem drastischen und pl\u00f6tzlichen Wandel zu unterwerfen ist kein einfaches Unterfangen.<\/p>\n<p>Und vor allem eines, das sich vermeiden l\u00e4sst. Voraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, dass das CI ab dem Zeitpunkt der Aktivierung eine Klangqualit\u00e4t liefert, die m\u00f6glichst nahe an das nat\u00fcrliche H\u00f6ren heranreicht. Je weniger Anstrengung das H\u00f6ren mit dem CI von Anfang an erfordert, desto schneller und besser k\u00f6nnen Nutzer ihr Geh\u00f6r speziell f\u00fcr schwierigere H\u00f6rsituationen trainieren.<\/p>\n<p>Etliche Studien attestieren MED-EL CI-Nutzern eine rasche Adaptation und schnelle H\u00f6rfortschritte: Sie erreichen h\u00e4ufig bereits binnen wenigen Monaten beachtliche Werte im Sprachverst\u00e4ndnis. Eine m\u00f6glichst dem nat\u00fcrlichen H\u00f6ren entsprechende H\u00f6rqualit\u00e4t sorgt also nicht nur f\u00fcr einen h\u00f6heren Nutzen, sondern auch daf\u00fcr, dass dieser rascher sp\u00fcrbar wird.<\/p>\n<h3><strong>Nat\u00fcrliches H\u00f6ren: Eine Frage des Timings<\/strong><\/h3>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, sind bestimmte Tonh\u00f6hen an bestimmte Orte in der Cochlea gekoppelt. Das gilt sowohl f\u00fcr die erste als auch f\u00fcr die zweite Cochlea-Windung.<\/p>\n<p>In der zweiten Windung ist die Verarbeitung der Frequenzen allerdings noch etwas komplexer als in der ersten. Kl\u00e4nge werden hier nicht nur tonotop, sondern auch zeitlich aufgeschl\u00fcsselt. W\u00e4hrend die \u00f6rtliche (tonotope) Kodierung bestimmt, welche Haarzellen befeuert werden, steuert die frequenzabh\u00e4ngige Ratenkodierung, wie schnell oder langsam diese Haarzellen von der Schallwelle aktiviert bzw. wieder deaktiviert werden.<sup>3,4,5,6,12<\/sup><\/p>\n<p><strong>Wie die nat\u00fcrliche zeitliche Kodierung funktioniert<\/strong><\/p>\n<p>Die faszinierende nat\u00fcrliche Ratenkodierung synchronisiert die Frequenz einer Schallwelle mit der Feuerungsrate eines Nervs. Diese Kodierung ist phasenstarr. Das bedeutet, dass die neuralen Aktionspotenziale mit der Schallwelle zeitlich 1:1 in \u00dcbereinstimmung gebracht werden. Ein Ton mit einer Frequenz von 120 Hz l\u00e4sst die f\u00fcr diese Frequenz zust\u00e4ndige Haarzelle 120 Aktionspotenziale pro Sekunde im H\u00f6rnerv ansto\u00dfen. Das Gehirn kann diese Signale pr\u00e4zise als Ton mit 120 Hz interpretieren.<\/p>\n<p>In der zweiten Windung der Cochlea kann die Ratenkodierung die tonotope Kodierung aufheben. Allein den richtigen Ort zu stimulieren reicht in der apikalen Region also nicht aus.<\/p>\n<p>Werden etwa die 120 Hz Grundfrequenz einer m\u00e4nnlichen Stimme zwar an der richtigen Stelle, allerdings mit einer starren Standardrate von 800 pps stimuliert, st\u00f6\u00dft das in den Nervenzellen 800 Aktionspotenziale pro Sekunde an, was wiederum im Gehirn als nach oben (in Richtung 800 Hz) verschobene Tonh\u00f6he verstanden w\u00fcrde. Diese &#8222;Tonh\u00f6henverwirrung&#8220; w\u00fcrde zu einer unnat\u00fcrlichen Klangqualit\u00e4t f\u00fchren. Der Effekt der Tonh\u00f6henverschiebung nach oben ist vergleichbar mit dem zu schnellen Abspielen einer Schallplatte.<sup>3,4,5,6<\/sup><\/p>\n<p>Verlangsamt man dagegen die Stimulation auf 120 Impulse pro Sekunde, um der nat\u00fcrlichen Frequenz von 120 Hz zu entsprechen, stimuliert man den H\u00f6rnerv mit der richtigen Rate und ahmt so die nat\u00fcrliche Phasenverriegelung nach, was eine viel nat\u00fcrlichere Wahrnehmung des Klangs erm\u00f6glicht.<sup>3,4,5,6<\/sup><\/p>\n<p>Warum befassen wir uns mit solchen Details? Die MED-EL Elektrodentr\u00e4ger sind lange genug, um im Hinblick auf ein breites Frequenzspektrum auch die zweite Cochlea-Windung stimulieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hersteller mit k\u00fcrzeren Elektrodentr\u00e4gern, die nur etwa die H\u00e4lfte der Cochlea (360-450\u00b0) abdecken, spielt die f\u00fcr die zweite Windung charakteristische Ratenkodierung klarerweise keine Rolle. Und umgekehrt w\u00e4re es f\u00fcr Hersteller, welche die nat\u00fcrliche Ratenkodierung nicht technologisch erreichen k\u00f6nnen, in gleicher Weise sinnlos, l\u00e4ngere Elektrodentr\u00e4ger zu verwenden. Nur durch lange Elektrodentr\u00e4ger UND das richtige Timing kann die Stimulation letztlich eine korrekte Tonh\u00f6henwahrnehmung in den niederen Frequenzen bewirken.<\/p>\n<p>Die Kombination aus der richtigen \u00f6rtlichen und zeitlichen Kodierung ist die Voraussetzung f\u00fcr eine m\u00f6glichst naturgetreue Tonh\u00f6henwahrnehmung. Aus diesem Grund gibt es FineHearing, die einzigartige ratenspezifische Kodierungsstrategie von MED-EL.<sup>3,4,6,12,15<\/sup><\/p>\n<p><strong>FineHearing: Das richtige Timing<\/strong><br \/>\nFineHearing ist die einzige Klangkodierung f\u00fcr Cochlea-Implantate, welche die Stimulationsrate f\u00fcr Elektrodenkontakte in der zweiten Cochlea-Windung ohne Verz\u00f6gerung an die Frequenz anpasst, um die nat\u00fcrlichen Tonh\u00f6hen der vom Audioprozessor aufgenommenen Kl\u00e4nge m\u00f6glichst naturgetreu zu stimulieren. Ein Ton mit 120 Hz wird automatisch mit 120 pps kodiert, einer mit 144 Hz erh\u00e4lt eine Rate von 144 pps und so weiter.<\/p>\n<p>FineHearing unterscheidet bis zu 250 virtuelle Stimulationskan\u00e4le um Kl\u00e4nge differenziert, voll und m\u00f6glichst nat\u00fcrlich wiedergeben zu k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus ber\u00fccksichtigt FineHearing nat\u00fcrliche interaurale Zeitdifferenzen, was die Lokalisierung von Kl\u00e4ngen erleichtern kann. Diese kraftvolle Kombination aus m\u00f6glichst naturgetreuer Frequenzwahrnehmung und besserem Lokalisierungsverm\u00f6gen liefert nur FineHearing.<sup>12,19,24<\/sup><\/p>\n<div style=\"width: 400px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-25709-1\" width=\"400\" height=\"400\" loop autoplay preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_campaign_electrode_2nd-turn-blinking.mp4?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_campaign_electrode_2nd-turn-blinking.mp4\">https:\/\/blog.medel.pro\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ctnh_campaign_electrode_2nd-turn-blinking.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>Greifen diese auf die Frequenz abgestimmte zeitliche Kodierung und die durch lange Elektrodentr\u00e4ger erm\u00f6glichte tonotope Kodierung exakt ineinander, kann das CI die nat\u00fcrliche Stimulation der Cochlea pr\u00e4zise nachahmen. Das Ergebnis: eine H\u00f6rerfahrung, die dem nat\u00fcrlichen H\u00f6ren m\u00f6glichst nahe kommt.<sup>1\u201320<\/sup><\/p>\n<p><strong><em>Langer Elektrodentr\u00e4ger (richtiger Ort) + FineHearing Kodierung (richtiges Timing) <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>= m\u00f6glichst nat\u00fcrliches H\u00f6ren mit CI<\/em><\/strong><\/p>\n<h3><strong>M\u00f6glichst nat\u00fcrliches H\u00f6ren<\/strong><\/h3>\n<p>Eine h\u00f6here Klangqualit\u00e4t ist mehr als eine technologische Errungenschaft. Sie ist ein t\u00e4glich zu sp\u00fcrender Vorteil in s\u00e4mtlichen Lebensbereichen. Gern Geh\u00f6rtes klingt bekannter, gewohnter und nat\u00fcrlicher. Insbesondere beim Musikh\u00f6ren ist ein voller, farbenreicher Klang enorm wichtig f\u00fcr ein genussvolles Erlebnis, wie etliche unserer CI-Nutzer erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlichere Klangqualit\u00e4t bewirkt letzten Endes, dass unser faszinierendes auditorisches Verarbeitungssystem so arbeitet, wie es das beim nat\u00fcrlichen H\u00f6ren tun w\u00fcrde. Diese nat\u00fcrliche Verarbeitung spielt ihre St\u00e4rken vor allem in komplexen, herausfordernden H\u00f6rsituationen aus. Konkret erh\u00f6ht sie die Verst\u00e4ndlichkeit von Sprache in ger\u00e4uschvollen Umgebungen.<sup>1\u201320<\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>M\u00f6glichst nat\u00fcrliche Klangqualit\u00e4t<\/li>\n<li>Nutzung des gesamten Cochlea-Potenzials<\/li>\n<li>Vollere, detailreichere H\u00f6rwahrnehmung<\/li>\n<li>Mehr Musikgenuss<\/li>\n<li>Klareres H\u00f6ren in stiller und lauter Umgebung<\/li>\n<li>Verbesserte Ger\u00e4uschlokalisation<\/li>\n<li>Schnellerer H\u00f6rfortschritt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie m\u00f6chten die Thematik des m\u00f6glichst nat\u00fcrlichen H\u00f6rens mit CI Ihren Patienten n\u00e4herbringen? Genau f\u00fcr solche F\u00e4lle haben wir eine auf medizinische Laien ausgerichtete und dennoch \u00e4u\u00dferst detaillierte\u00a0<a href=\"https:\/\/hearlife.medel.com\/de\/cochlear-implants\/closest-to-natural-hearing?utm_source=B2Bblog&amp;utm_medium=link&amp;utm_campaign=naturalHearing&amp;utm_content=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Info-Website erstellt, die Sie mit Kandidaten sowie Nutzern eines Cochlea-Implantat-Systems teilen k\u00f6nnen<\/a>.<\/p>\n<h3><strong>Wie klingt das H\u00f6ren mit einem MED-EL Cochlea-Implantat?<\/strong><\/h3>\n<p>\u00c4hnlich wie das Erlernen eines Musikinstruments ben\u00f6tigt auch das H\u00f6renlernen mit einem Cochlea-Implantat Zeit, \u00dcbung und Geduld. Eindruck und Geschwindigkeit des H\u00f6rerfolgs sind individuell sehr unterschiedlich. Unmittelbar nach der Aktivierung des CI-Systems nehmen manche Nutzer lediglich unbekannte und nicht zuordenbare Ger\u00e4usche wahr, w\u00e4hrend andere vielleicht bereits Gesprochenes erkennen. Was aber grunds\u00e4tzlich gilt: Der Aufwand des regelm\u00e4\u00dfigen H\u00f6rtrainings lohnt sich.<\/p>\n<p>Viele Cochlea-Implantate k\u00f6nnen irgendwann ein vern\u00fcnftiges Sprachverst\u00e4ndnis liefern, insbesondere in leisen Umgebungen. Wir bei MED-EL sind aber \u00fcberzeugt, dass \u201ehalbwegs vern\u00fcnftiges\u201c oder \u201eim Alltag ausreichendes\u201c Sprachverst\u00e4ndnis nicht unser Anspruch ist. Uns geht es darum, dass unsere Nutzer in allen Lebensbereichen das an ihrer Situation gemessen bestm\u00f6gliche H\u00f6ren erreichen.<\/p>\n<p>Um herauszufinden, inwieweit unsere Implantate diesem hohen Anspruch gerecht werden, haben wir Nutzer nach ihrer subjektiven Einsch\u00e4tzung der N\u00fctzlichkeit ihrer MED-EL Implantate sowie der Nat\u00fcrlichkeit ihrer H\u00f6rerfahrung gefragt.<\/p>\n<p>Insgesamt haben <strong>mehr als 100 MED-EL CI-Nutzer<\/strong> angegeben, wie sehr sie den folgenden Aussagen zustimmen (von 0 \u201eich stimme \u00fcberhaupt nicht zu\u201c bis 10 \u201eich stimme vollkommen zu\u201c).<sup>29<\/sup><\/p>\n<p><em>An Unterhaltungen teilnehmen<\/em><\/p>\n<p>Sprache klingt f\u00fcr mich nat\u00fcrlich und verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p><strong>8,1<\/strong>\/10<\/p>\n<p>Einer Person in ruhiger Umgebung zuzuh\u00f6ren, erfordert keine besonders gro\u00dfe Konzentration.<\/p>\n<p><strong>8,9<\/strong>\/10<\/p>\n<p>Ich kann auch in einer Ger\u00e4uschkulisse einer Unterhaltung folgen (z. B. im Restaurant).<\/p>\n<p><strong>7,2<\/strong>\/10<\/p>\n<p><em>Telefonieren<\/em><\/p>\n<p>Ich kann problemlos telefonieren, wenn ich meinen Audioprozessor verwende.<\/p>\n<p><strong>7,6<\/strong>\/10<\/p>\n<p><em>Musik h\u00f6ren<\/em><\/p>\n<p>Musik klingt f\u00fcr mich nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p><strong>7,5<\/strong>\/10<\/p>\n<p>Ich kann Musik mit meinem Cochlea-Implantat-System genie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>7,7<\/strong>\/10<\/p>\n<p><em>Gesamteindruck beim H\u00f6ren<\/em><\/p>\n<p>Bitte bewerten Sie die Klangqualit\u00e4t mit Ihrem Audioprozessor, etwa in Bezug auf Musik, Outdoor-Aktivit\u00e4ten und Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p><strong>8,0<\/strong>\/10<\/p>\n<p>Zusammengefasst zeigt sich, dass Cochlea-Implantate <strong>weit mehr zu erf\u00fcllen verm\u00f6gen als<\/strong> nur das Bed\u00fcrfnis, <strong>W\u00f6rter zu verstehen<\/strong>. MED-EL Cochlea-Implantate erm\u00f6glichen ungezwungene Gespr\u00e4che, stressfreies Telefonieren und die Wiederentdeckung der Freude an Musik. Weiter gedacht bedeuten diese wiedergewonnen F\u00e4higkeiten nicht weniger als eine grundlegende Ver\u00e4nderung des Lebens: Sie unterst\u00fctzen Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit und Selbstbestimmung, sie schenken das Selbstbewusstsein, sich Herausforderungen zu stellen, manches leichter zu nehmen und soziale Kontakte zu pflegen.<\/p>\n<h3><strong>Die n\u00e4chsten Schritte<\/strong><\/h3>\n<p>Der Artikel konnte zeigen, dass MED-EL Cochlea-Implantate sich von jenen anderer Hersteller absetzen, wenn es um nat\u00fcrliche Klangqualit\u00e4t geht.<\/p>\n<p>Die Klangqualit\u00e4t ist aber nicht der einzige Grund, warum sich CI-Kandidaten f\u00fcr MED-EL entscheiden: belegte langfristige Zuverl\u00e4ssigkeit, hervorragende MRT-Sicherheit*, <a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/de\/direktes-kabelloses-streaming-mit-der-sonnet-serie-und-audiostream\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kabellose Verbindungsm\u00f6glichkeiten<\/a>, kabelloses Laden, bimodale Abstimmung, <a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/de\/rondo-3-unglaublich-einfach-einfach-unglaublich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Single-Unit-Prozessoren<\/a>, die das Ohr komplett frei lassen, und vieles mehr.<\/p>\n<h3>Kontaktieren, abonnieren<\/h3>\n<p>Wenn Sie mehr \u00fcber unsere Cochlea-Implantate und deren Vorteile erfahren m\u00f6chten, <a href=\"https:\/\/www.medel.pro\/contact-med-el\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung<\/a>!<\/p>\n<p>Und vergessen Sie nicht, den <a href=\"https:\/\/blog.medel.pro\/de\/abonnieren\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">MED-EL Professionals Blog zu abonnieren<\/a>, um regelm\u00e4\u00dfig Updates von MED-EL direkt in Ihrem Posteingang vorzufinden.<\/p>\n\n<p><em>Referenzen<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Dorman, M.F., Cook Natale, S., Baxter, L., Zeitler, D.M., Carlson, M.L., Lorens, A., Skarzynski, H., Peters, J.P.M., Torres, J.H., &amp; Noble, J.H. (2020). Approximations to the voice of a cochlear implant: explorations with single-sided deaf listeners. Trends Hear. 24:2331216520920079.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Dorman, M. F., Natale, S. C., Butts, A. M., Zeitler, D. M. &amp; Carlson, M. L. (2017). The Sound Quality of Cochlear Implants: Studies With Single-sided Deaf Patients. Otology &amp; Neurotology, 38(8), e268\u2013e273.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Schatzer, R., Vermeire, K., Visser, D., Krenmayr, A., Kals, M., Voormolen, M., Van de Heyning, P., &amp; Zierhofer, C. (2014). Electric-acoustic pitch comparisons in single-sided-deaf cochlear implant users: frequency-place functions and rate pitch. Hear Res., 309, 26\u201335.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Rader, T., D\u00f6ge, J., Adel, Y., Weissgerber, T., &amp; Baumann, U. (2016). Place dependent stimulation rates improve pitch perception in cochlear implantees with single-sided deafness. Hear Res., 339, 94\u2013103.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Landsberger, D.M., Vermeire, K., Claes, A., Van Rompaey, V., &amp; Van de Heyning, P. (2016). Qualities of single electrode stimulation as a function of rate and place of stimulation with a cochlear implant. Ear Hear., 37(3), 149\u2013159.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Prentiss, S., Staecker, H., &amp; Wolford, B. (2014). Ipsilateral acoustic electric pitch matching: a case study of cochlear implantation in an up-sloping hearing loss with preserved hearing across multiple frequencies. Cochlear Implants Int., 15(3), 161\u2013165.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Landsberger, D.M., Svrakic, M., Roland, J.T. Jr., &amp; Svirsky, M. (2015). The relationship between insertion angles, default frequency allocations, and spiral ganglion place pitch in cochlear implants. Ear Hear., 36(5), 207\u2013213.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Griessner, A., Schatzer, R., Steixner, V., Rajan, G. P., Zierhofer, C., &amp; T\u00e1vora-Vieira, D. (2021). Temporal Pitch Perception in Cochlear-Implant Users: Channel Independence in Apical Cochlear Regions. Trends in Hearing.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Dorman, M. F., Natale, S. C., Zeitler, D. M., Baxter, L., &amp; Noble, J. H. (2019). Looking for Mickey Mouse\u2122 But Finding a Munchkin: The Perceptual Effects of Frequency Upshifts for Single-Sided Deaf, Cochlear Implant Patients. Journal of speech, language, and hearing research : JSLHR, 62(9), 3493\u20133499.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Canfarotta, M. W., Dillon, M. T., Buss, E., Pillsbury, H. C., Brown, K. D., &amp; O\u2019Connell, B. P. (2020). Frequency-to-place mismatch: Characterizing variability and the influence on speech perception outcomes in cochlear implant recipients. 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Synchrotron Radiation-Based Reconstruction of the Human Spiral Ganglion: Implications for Cochlear Implantation. Ear Hear. 41(1).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Buechner, A., Illg, A., Majdani, O., &amp; Lenarz, T. (2017). Investigation of the effect of cochlear implant electrode length on speech comprehension in quiet and noise compared with the results with users of electro-acoustic-stimulation, a retrospective analysis. PLoS One. 12(5).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Roy, A.T., Penninger, R.T., Pearl, M.S., Wuerfel, W., Jiradejvong, P., Carver, C., Buechner, A., &amp; Limb, C.J. (2016). Deeper cochlear implant electrode insertion angle improves detection of musical sound quality deterioration related to bass frequency removal. Otol Neurotol., 37(2), 146\u2013151.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Dhanasingh, A. &amp; Jolly, C. (2017). An overview of cochlear implant electrode array designs. 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Data on file.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">da Silva, J. C., Goffi-Gomez, M. V. S., Magalh\u00e3es, A. T., Tsuji, R. K., &amp; Bento, R. F. (2020). Is the spread of excitation width correlated to the speech recognition in cochlear implant users? European Archives of Oto-Rhino-Laryngology, 278(6), 1815\u20131820.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Nobbe, A., Schleich, P., Zierhofer, C. &amp; Nopp, P. (2007). Frequency discrimination with sequential or simultaneous stimulation in MED-EL cochlear implants. Acta Oto-Laryngologica, 127(12), 1266\u20131272.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Buss, E., Dillon, M.T., Rooth, M.A., King, E.R., Deres, E.J., Buchman, C.A., Pillsbury, H.C., &amp; Brown, K.D. (2018). Effect of cochlear implantation on binaural hearing in adults with unilateral hearing loss. Trends Hear. 22.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Killan, C., Scally, A., Killan, E., Totten, C., &amp; Raine, C. (2018). Factors affecting sound-source localization in children with simultaneous or sequential bilateral cochlear implants. Ear &amp; Hearing, 40(4), 870\u2013877.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Vaerenberg, B., Govaerts, P.J., Stainsby, T., Nopp, P., Gualt, A., &amp; Gnansia, D. (2014). A uniform graphical representation of intensity coding in current-generation cochlear implant systems. Ear Hear. 35(5): 533\u2013543<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Pietsch, M., Schurzig, D., Salcher, R., Warnecke, A., Erfurt, P., Lenarz, T., &amp;Kral, A. (2021) Variations in Microanatomy of the Human Modiolus: 2 Implications for Cochlear Implants.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Saba, J. N., Ali, H. &amp; Hansen, J. H. L. (2018). Formant priority channel selection for an \u201cn-of-m\u201d sound processing strategy for cochlear implants. The Journal of the Acoustical Society of America, 144(6), 3371\u20133380.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Fuller, C. D., Gaudrain, E., Clarke, J. N., Galvin, J. J., Fu, Q. J., Free, R. H. &amp; Ba\u015fkent, D. (2014). Gender Categorization Is Abnormal in Cochlear Implant Users. Journal of the Association for Research in Otolaryngology, 15(6), 1037\u20131048.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\">Survey of MED-EL cochlear implant recipients. 2019. Data on file.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><span style=\"font-size: 10pt;\">* Alle MED-EL Cochlea-Implantate ab 1994 sind bedingt MR-sicher. Nutzer k\u00f6nnen sich problemlos einer MRT-Untersuchung unterziehen, sofern die Voraussetzungen gem\u00e4\u00df dem Handbuch f\u00fcr Medizinische Verfahren f\u00fcr MED-EL CI\/ABI Systeme eingehalten werden.<\/span><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Sie in Ihrer Arbeit mit CI-Kandidaten zu tun haben, sind Ihnen die folgenden Fragen bestimmt gel\u00e4ufig: Wie klingt das H\u00f6ren mit einem Cochlea-Implantat? Klingt es roboterhaft? Werde ich damit Stimmen erkennen? Kann ich mit dem CI gut Musik h\u00f6ren? Wie lange dauert die Eingew\u00f6hnungszeit? 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